{"id":24,"date":"2009-12-14T12:51:53","date_gmt":"2009-12-14T11:51:53","guid":{"rendered":"http:\/\/heinehaus.de\/wp\/?page_id=24"},"modified":"2020-07-17T14:26:41","modified_gmt":"2020-07-17T14:26:41","slug":"archiv-2009","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/archive\/archiv-2009\/","title":{"rendered":"Archiv 2009"},"content":{"rendered":"<p><strong>09.12.2009, Mi. 19.30 Uhr<br \/>\nKatharina Mayer \/ Jochen H\u00f6risch<br \/>\nDie (heilige) Familie: Ein Gespr\u00e4ch.<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Kunst trifft Literatur<\/em><br \/>\nFamilienbild und Bildfamilie. Die ikonographische Geschichte des Familienbegriffs ist so raumf\u00fcllend wie seine etymologischen Spuren weit verzweigt; in Wissenschaft, Kunst, Religion und Ritus spielt die Familie ihre Rolle ebenso umfangreich wie im t\u00e4glichen Miteinander. Wo zwei zu Tisch sitzen, familiarisiert sich rasch etwas Drittes, das uns oft entgeht und dennoch bleibt.<br \/>\nDie Fotok\u00fcnstlerin Katharina Mayer ist in ihrem Bildwerk dem schillernden Begriff seit neun Jahren mit dem Projekt familia auf der Spur, in ihren Fotoarbeiten kristallisiert sich die Grenze zwischen Au\u00dfen und Innen am Belichtungsrand des Familienportraits. \u00dcber \u201eFluch und Heil\u201c der Familie spricht sie im Heine Haus mit dem Germanisten, Medienanalytiker und Meister der Verstehenskunde Jochen H\u00f6risch (Universit\u00e4t Mannheim.)<br \/>\n<em>Gru\u00dfwort: Hubert Ostendorf (Leiter und Initiator Galerie fifty-fifty)<\/em><\/p>\n<p><em>Heine (au\u00dfer) Haus<\/em><br \/>\n<strong>02.12.2009, Mi. 19:30 Uhr<br \/>\nR\u00fcdiger Safranski<br \/>\nGoethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft. (Hanser Verlag)<\/strong><br \/>\nGemeinsam haben sie deutsche Literatur- wie Geistesgeschichte geschrieben \u2013 und jeder f\u00fcr sich im anderen das vielstimmige Buch einer Freundschaft entworfen, deren ereignisreiche Spannung zwischen Gegens\u00e4tzlichkeit und Einklang die Literaturwelt noch heute in Atem h\u00e4lt. Nach seinem gro\u00dfartigen Romantik-Buch hat R\u00fcdiger Safranski nun entlang des Briefwechsels zwischen den beiden Granden die Lebendigkeit einer wohl singul\u00e4ren Begegnung aufgesp\u00fcrt, deren Nachhaltigkeit f\u00fcr das poetische Wort zeitlos aktuell den Weg bis in unsere Gegenwart findet.<br \/>\n<em>\u201eEin Buch \u00fcber das Gl\u00fcck des gemeinsamen Arbeitens, \u00fcber das Ende des Neides und die Freude, den Stern des anderen leuchten zu lassen &#8230;\u201c (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)<\/em><br \/>\n<em><strong>Ort: D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus.<\/strong><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>18.11.2009, Mi. 19:30<br \/>\nOskar Gottlieb Blarr<br \/>\n\u201eMein blaues Klavier\u201d &#8211; Ein literarischer Kammermusikabend<br \/>\n<\/strong><em>Im Rahmen des Zyklus \u201e3xneu\u201d. Eine Veranstaltungsinitiative f\u00fcr neue Musik<\/em><br \/>\nAus drei Generationen hat Oskar Gottlieb Blarr Komponisten der \u201eNeuen Musik\u201c zu einem Streifzug durch die Literatur versammelt, in dem sich Kleinode wie das \u201eblaue Klavier\u201c von Else Lasker-Sch\u00fcler, die magischen Schlussworte aus James Joyce \u201eUlysses\u201c und auch ein Paulusbrief musikalisch begegnen.<br \/>\nDer ambitionierte Liederabend stellt Kompositionen von Oskar Gottlieb Blarr, Josef Tal, Stefan Heucke, Betty Olivero und Christoph Staude vor, von Thomas Bruttger wird das St\u00fcck \u201eKlang\u2013Momente\u201c uraufgef\u00fchrt.<br \/>\nZu Geh\u00f6r kommen die Sopranistin Annette Elster, bekannt geworden als Inter-pretin f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Musik u.a. an der Oper Paris, der Posaunist Bruce Collings sowie der Violinist Paul Rosner (u.a. Moskauer Staatsorchester, NDR-Orchester).<br \/>\n<em>Durch den Abend f\u00fchrte der Komponist, Organist und Kirchenmusiker Oskar Gottlieb Blarr<\/em><br \/>\n<strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>17.11.2009, Di. 19:30 Uhr<br \/>\nPeter Stamm \/ Rosilene Luduvico<br \/>\nUngef\u00e4hre Landschaften. Eine Ann\u00e4herung.<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Kunst trifft Literatur<\/em><br \/>\nLandschaften. Imagin\u00e4re und reale. Und solche, die im Zwischen nisten wie die Spur von etwas, das Land werden k\u00f6nnte oder Land gewesen ist. Wie Treibgut einer Landschaft, deren Ort kein singul\u00e4res Wo hat und vom Gestern wie vom Morgen das Jetzt ins Bild bringt. Gebirgstiefe, lichte Fragilit\u00e4t geht durch Rosilene Luduvicos Bilder, Reisigzweig, Eisblumgeflecht oder Menschenpaar. \u201eWenn du die Augen \u00f6ffnest, kann ich den Wald in ihnen sehen\u201d, sagt Peter Stamm im Nachwort zu Vira Que Eu Vi\/See It Coming, Katalog R. Luduvico, 2006. Im Heine Haus trifft sich die in Brasilien geborene und in D\u00fcsseldorf lebende K\u00fcnstlerin mit dem Meister innerer Topologien, dem in der Schweiz ans\u00e4ssigen Peter Stamm, Autor zahlreicher B\u00fccher, zuletzt erschienen der Roman \u201eSieben Jahre\u201c (Fischer Verlag 2009), zum Gespr\u00e4ch.<br \/>\n<em>Begr\u00fc\u00dfung: Beat Wismer (Generaldirektor Museum Kunstpalast)<br \/>\nModeration: Rudolf M\u00fcller<\/em><\/p>\n<p><strong>11.11.2009, Mi. 19:30 Uhr<br \/>\nManfred Trojahn \/ G\u00fcnter Figal. \u00dcber das Verstehen.<br \/>\nEin Abend mit Musik. Manfred Trojahn zum sechzigsten.<\/strong><br \/>\nEin Klang geht durch den Raum, eine Noten-folge, ein musikalisches Thema. Es ist uns vertraut, wir wissen, wie es zusammengesetzt ist, wir erkennen musikalische Zitate und Neuerungen, das Repertoire und seine Abweichungen. Was aber bedeuten T\u00f6ne und ihre Kompositionen? K\u00f6nnen wir Musikst\u00fccke verstehen und missverstehen wie S\u00e4tze oder Gesten? Im Heine Haus geht der Komponist Manfred Trojahn gemeinsam mit dem Philosophen und Heidegger-Spezialisten G\u00fcnter Figal (Universit\u00e4t Freiburg) diesem prominenten Geheimnis auf den vielschichtigen Fragegrund.<br \/>\nF\u00fcr die musikalischen Gestaltung sorgt das Henschel-Quartett mit Trojahns \u201eChant d&#8217;insomnie III\u201d und seinem IV. Streichquartett, das der Komponist diesem 1994 gegr\u00fcndeten Streicherensemble gewidmet hat.<br \/>\n<em>Gru\u00dfwort: Hans-Georg Lohe (Kultudezernent Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf)<br \/>\nRede: Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Kultur des Landes NRW)<br \/>\nModeration: Michael Struck-Schloen (Musikjournalist und Moderator, u.a. WDR)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>04.11.2009, Mi. 19:30 Uhr<br \/>\nTer\u00e9zia Mora. Der einzige Mann auf dem Kontinent. Roman<br \/>\n(Luchterhand Literaturverlag)<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Neue Deutsche Literatur<\/em><br \/>\nF\u00fcr den Zeitraum einer Woche gew\u00e4hrt Ter\u00e9zia Mora in ihrem f\u00fcr die Longlist des Deutschen Buchpreis 2009 nominierten Roman Einblick in das Leben ihres Helden: W\u00e4hrend auf dem Kontinent der Lauf der Dinge in allen Facetten bunter Ver\u00e4nderlichkeit tobt, macht sich Darius Kopp, IT-Spezialist und scheinbar letzter Repr\u00e4sentant einer omin\u00f6sen Netzwerkfirma auf die Suche nach seinen Eigenschaften. Zwischen Wirklichkeit und Fiktion entspinnt sich eine rasante Lebensgeschichte, deren turbulenter Kurswechsel in einer geheimnisvollen, vergessenen Schachtel voller Geld ihren Anfang nimmt und die geradewegs in das Spiegelkabinett einer Selbstsuche f\u00fchrt, die zeitgen\u00f6ssischer nicht sein k\u00f6nnte.<br \/>\n<em>\u201eSo klug wie gewinnend, so selbstverst\u00e4ndlich wie eigensinnig, hellsichtig bis zum Glei\u00dfen und voller Poesie.\u201c (FAZ)<\/em><br \/>\n<em>Moderation: Hubert Winkels (Literaturkritiker, u.a. Deutschlandfunk, Die Zeit)<\/em><\/p>\n<p><strong>30.10.2009, Fr, 19:00 Uhr<br \/>\nEtel Adnan \/ Abbas Beydoun \/ Mansoura ez-Eldin \/ Suleman Taufiq<\/strong><br \/>\n<em>Die lange Nacht der arabischen Literatur<\/em><br \/>\nDas Heine Haus l\u00e4dt gemeinsam mit dem Literaturb\u00fcro NRW zur \u201elangen Nacht der arabischen Literatur\u201c. Mit Etel Adnan und Abbas Beydoun kommen zwei der wichtigsten arabischen Autoren der Gegenwart nach D\u00fcsseldorf. Auch die junge \u00c4gypterin Mansoura ez-Eldin macht sich gerade \u00fcber ihr Land hinaus mit ihren Romanen einen Namen. Eingeladen sind ausserdem der Dokumentarfilmer Matthias Wilfert und der Autor, Journalist und \u00dcbersetzer Suleman Taufiq, der das Publikum durch die Buchl\u00e4den und Caf\u00e9s auf die Spuren der literarischen Szene Kairos f\u00fchrt. Kathleen Morgeneyer, die aktuelle Tr\u00e4gerin des Alfred-Kerr-Darstellerpreises und im August von Theater Heute zur besten Nachwuchsschauspielerin 2009 gek\u00fcrt, tr\u00e4gt ausgew\u00e4hlte Textpassagen vor.<br \/>\n<em>Deutscher Text: Kathleen Morgeneyer<br \/>\nFilmausschnitt: Matthias Wilfert<br \/>\nMusik: Raed Khoshaba<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Larissa Bender, Maren Jungclaus, Tanja Ruzicska<\/em><\/p>\n<p><strong><br \/>\n28.10.2009, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nInge Jens. Unvollst\u00e4ndige Erinnerungen<br \/>\nRowohlt Verlag<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Zeitzeugen<\/em><br \/>\nSie erntete Ruhm als Editorin von Tageb\u00fcchern und Briefwechseln und wurde mit Ihren Biographien \u00fcber Katia Mann und Hedwig Pringsheim zur Bestsellerautorin. Inge Jens erinnert sich gern an ihr reiches Leben und hat viel zu erz\u00e4hlen. Sie berichtet \u00fcber Begegnungen mit Zeitgenossen wie Ernst Bloch, Golo Mann, Hans Mayer und viele andere mehr. Und sie schreibt mit grosser Offenheit \u00fcber die Demenzerkrankung ihres Mannes Walter Jens.<br \/>\n<em>\u201eDas Schicksal von Walter Jens wird heute schon von hunderttausenden geteilt. Vor der immer noch dankbaren Gefasstheit, mit der Inge Jens die [&#8230;] M\u00fchsal benennt, kann man sich nur verneigen.&#8220; (Gustav Seibt, SZ)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Lothar Schr\u00f6der (Kulturressort Rheinische Post)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>20.10.2009, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nDenis Scheck: David Foster Wallace. Unendlicher Spa\u00df. Roman<br \/>\nVerlag Kiepenheuer &amp; Witsch<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Literatur der Nachbarn<\/em><br \/>\nWo viele Stimmen aufeinander treffen, entsteht oft nichts als Rauschen. Bei aller Vielstimmigkeit die Trennsch\u00e4rfe aufrecht zu erhalten ist die gro\u00dfe Kunst von David Foster Wallace. Kein Detail entgeht ihm, und so kann er seinen Helden aus \u201eUnendlicher Spa\u00df\u201c (Infinite Jest), seinem 1547 Seiten starken Hauptwerk, auf eine spannende Odyssee durch die amerikanische Gesellschaft schicken.<br \/>\nDenis Scheck (Literaturkritiker, u.a. bekannt durch die Moderation der ARD-Sendung \u201eDruckfrisch\u201d) stellt uns diesen fulminanten Roman vor.<br \/>\n<em>\u201e\u2018Infinite Jest\u2018 ist f\u00fcr den Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts das, was Musils \u201aMann ohne Eigenschaften\u2018 f\u00fcr das vergangene Jahrhundert war.\u201c (Richard K\u00e4mmerlings, FAZ)<br \/>\nGespr\u00e4ch: Helge Malchow (Verlagsleiter) und Denis Scheck.<\/em><\/p>\n<p><strong>08.10.2009, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nJade y Chen. Die Insel der G\u00f6ttin. Roman<br \/>\nVerlag M\u00fcnchner Fr\u00fchling<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Literatur der Nachbarn \/ Im Rahmen des Messethemas China<\/em><br \/>\nIm s\u00fcdchinesischen Meer schwimmt eine Insel, deren Name zugleich nach China und Japan sowie in alle Himmelsrichtungen ihrer Vergangenheit weist: Taiwan. Taiwan hei\u00dft auch das Ziel einer Frau, die im Berlin der Gegenwart ihre Koffer packt \u2013 und was als Aufbruch in ein fernes Asien beginnt, wird zur Reise in das nahe Herz einer Familiensaga, in der Mythos und Realit\u00e4t zur Historie einer Insel und meerestiefen Geschichte verschmelzen. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin verleiht der Pluralit\u00e4t Taiwans eine Stimme, die gegen alle Widerst\u00e4nde danach fragt, wer sie ist. Jade Y. Chen wurde 1957 in Taiwan geboren, lebte in Paris und New York und wohnt seit Mitte der Neunziger Jahre in M\u00fcnchen.<br \/>\n<em>\u201eEin gro\u00dfartiges Gesellschaftspanorama\u201c (S\u00fcddeutsche Zeitung)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Ricarda Solms (Verlegerin)<\/em><\/p>\n<p><strong>02.10.2009, Fr, 19:30 Uhr<br \/>\nCees Nooteboom. Nachts kommen die F\u00fcchse. Erz\u00e4hlungen<br \/>\nSuhrkamp Verlag<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Literatur der Nachbarn<\/em><br \/>\nSo gelassen wie leidenschaftlich erz\u00e4hlt Cees Nooteboom von Menschen, die in ihrem Leben zu dem Schluss kommen: \u201eWir sind unsere Geheimnisse, und wenn es mit rechten Dingen zugeht, nehmen wir sie dorthin mit, wo niemand ihnen nahekommt.\u201c<br \/>\n<em>\u201eWer Nooteboom liest, wird erleuchtet.\u201c (Ulrich Greiner, Die Zeit)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Rudolf M\u00fcller<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>25.09.2009, Fr, 19:30 Uhr<br \/>\nAm\u00e9lie Niermeyer \/ Martin Krumbholz \/ Irma Dohn<br \/>\nEin Gespr\u00e4ch \u00fcber: Ehre und Geld. Lessings Minna von Barnhelm.<\/p>\n<p>Die Liebe hat es nicht einfach, auch im Theater nicht. Lessing hat ihr in seiner Minna von Barnhelm die Widersacher Ehre und Status in den Weg gestellt, beide dicht gefolgt von der F\u00e4higkeit, das Gl\u00fcck aus den H\u00e4nden anderer empfangen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nWenige Tage nach der Premiere der ber\u00fchmten Kom\u00f6die am D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus verr\u00e4t Intendantin und Regisseurin Am\u00e9lie Niermeyer im Gespr\u00e4ch mit dem Kritiker Martin Krumbholz, wie sie das Verh\u00e4ltnis zwischen Liebe und ihren Contraparts auslotet und wie aktuell Lessings Stoff auch morgen noch ist.<br \/>\nGemeinsam mit Irma Dohn, der neuen Chefdramaturgin des Hauses, wird mit der Personalie Geld ein weiterer wichtiger Mitspieler im B\u00fchnenraum Theater zur Sprache gebracht.<\/p>\n<p><strong>23.09.2009, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nFriedrich Christian Delius<br \/>\nDie Frau, f\u00fcr die ich den Computer erfand. Roman. (Rowohlt Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Neue Deutsche Literatur<\/em><br \/>\nFaustisch ist Konrad Zuse und Bin\u00e4res ist seine Spezialit\u00e4t: Wenn er erfindet, ist es Liebe; wenn er liebt, ist es Erfindung. Das Ergebnis dieses besonderen Talents findet an der epochalen Schnittstelle zwischen der Geburt des ersten modernen Computers Deutschlands, der Sch\u00f6pfung einer unm\u00f6glichen Liebe und der Schwelle zu einer neuen \u00c4ra statt.<br \/>\nFriedrich Christian Delius, der \u201epoetische Chronist bundesdeutscher Zust\u00e4nde, Befindlichkeiten und Neurosen\u201c (Jury Breitbach Preis 2007) erz\u00e4hlt in einer grandiosen Hommage an den Erfindergeist von der untrennbaren Verschr\u00e4nkung zwischen Gesellschaftlichem und Privatem, dem Beginn des digitalen Zeitalters und der Zeitlosigkeit der Liebe.<\/p>\n<p><em>Zu Gast im Heine Haus<\/em><strong><br \/>\n21.09.2009, Mo, 20:00 Uhr<br \/>\nThe Three Godfathers.<br \/>\nWolfram Goertz begegnet H\u00e4ndel, Haydn und Mendelssohn<\/strong><em><br \/>\naltstadtherbst kulturfestival 2009<\/em><br \/>\nDie drei Komponisten, die in diesem Jahr Jubil\u00e4um feiern k\u00f6nnten, stehen einander an diesen 365 Tagen dauernd auf den F\u00fc\u00dfen. Die Konzertprogramme sind voll von ihnen. Dabei m\u00fcssen alle drei Meister eigentlich noch entdeckt werden, gemeinhin gelten sie als Paten, Vorboten, Teppichleger f\u00fcr ber\u00fchmtere Kollegen. Wolfram Goertz, Redakteur der Rheinischen Post, h\u00e4lt alle drei f\u00fcr Genies und wird dies in einer heiter-st\u00fcrmischen Bildungsreise beweisen, die \u00fcber Burgenland und Schottland nach Leipzig und London f\u00fchrt. Ein Abend zum Lachen, Staunen, Lernen &#8211; und Musikh\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>16.09.2009, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nAlexander Konrad<br \/>\nDonald Windham. Dog Star. Roman. (Lilienfeld Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe N\u00e4he und Ferne<\/em><br \/>\nDog Star \u2013 Himmlischer Hundsstern oder infernalischer H\u00f6llenhund? Doppeldeutig ist der Titel dieser im Amerika der drei\u00dfiger Jahre spielenden Adoleszenzgeschichte, die Donald Windham, Essayist, Romanautor und enger Freund von Truman Capote als atemberaubende Identit\u00e4tssuche zwischen Selbst- und Fremdfindung im Spiegel einer lovestory entspinnt, die radikaler nicht sein k\u00f6nnte. Der in D\u00fcsseldorf lebende, mit dem diesj\u00e4hrigen F\u00f6rderpreis der Landes hauptstadt D\u00fcsseldorf f\u00fcr Literatur ausgezeichnete Autor und \u00dcbersetzer Alexander Konrad hat die als Klassiker geltende literarische Entdeckung erstmalig ins Deutsche \u00fcbertragen \u2013 im Heine Haus stellt er den brillanten Roman vor, der nicht nur Thomas Mann als Meisterst\u00fcck galt und dessen Original ein Jahr vor Salingers \u201eCatcher in the Rye\u201c erschienen war.<br \/>\n<em>&#8222;Ein sch\u00f6ner, lesenswerter Fund&#8220; (Die Zeit)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Rudolf M\u00fcller<\/em><\/p>\n<p><strong>09.09.2009, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nBarbara Bongartz im Weissbooks Verlag<br \/>\nPerlensamt. Roman.<br \/>\nBuchvorstellung und Verlagspr\u00e4sentation.<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Neue Deutsche Literatur<\/em><br \/>\nDer in diesem Jahr mit dem Frankfurter Gr\u00fcnderpreis und auf der Leipziger Buchmesse mit einem Award f\u00fcr den \u201eNewcomer des Jahres\u201c ausgezeichnete, 2008 gegr\u00fcndete Weissbooks Verlag steht mit dem unverwechselbar puristischen Erscheinungsbild seiner B\u00fccher f\u00fcr unkonventionelles Schreiben, Lesen und Verlegen. Die beiden Weissbooks-Verleger Rainer Weiss und Anya Schutzbach stellen ihr Programm vor.<br \/>\nNeu im Programm ist die vielfach ausgezeichnete Autorin Barbara Bongartz mit ihrem aktuellen Titel \u201ePerlensamt\u201c. Im Heine Haus entf\u00fchrt sie in ein temporeich zwischen Berlin, Paris und New York inszeniertes, spannungsvolles Handlungsnetz, in dem Krimi, Kunst und Gesellschaft hautnah ineinander greifen.<br \/>\n<em>Moderation und Gespr\u00e4ch: Rainer Weiss (Verleger)<\/em><\/p>\n<p><strong>08.09.2009, Di, 11:00 Uhr<br \/>\nMartin Baltscheit alias Jasmin Behringer<br \/>\nIch und die Kanzlerin. (Boje Verlag)<br \/>\nBuchvorstellung und Gespr\u00e4ch<\/strong><br \/>\nJasmin Behringer ist vierzehn und wenn sie gefragt wird, was sie einmal werden m\u00f6chte, sagt sie nicht Feuerwehrfrau, Schauspielerin oder Lehrerin. Sie interessiert sich f\u00fcrs Regieren und also lautet ihre klare Antwort: \u201eKanzlerin\u201c. Und weil Regieren ohne Praxis nicht geht, bewirbt sie sich um ein Praktikum im Kanzleramt.<br \/>\nDer mehrfach preisgekr\u00f6nte Autor, Illustrator und Sprecher Martin Baltscheit alias Jasmin Behringer begleitet die mutige junge Frau durch das Labyrinth der Demokratie hinter die Kulissen von Politik und Medien und erz\u00e4hlt im erfrischend frechen Ton von einer beeindruckenden Reise ins Innere der Bundesrepublik.<br \/>\nHans-Heinrich Grosse-Brockhoff (Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Kultur des Landes NRW) und Martin Baltscheit sprechen \u00fcber Politik f\u00fcr Kinder und Jugendliche.<\/p>\n<p><em>Zu Gast im Heine Haus<\/em><strong><br \/>\n03.09.2009, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nTanya Lieske. Spion wider Willen. Roman. (Droste Verlag)<\/strong><br \/>\nIm Rahmen der Veranstaltungsreihe \u201eRespekt und Mut\u201d des Ausl\u00e4nderbeirates, des D\u00fcsseldorfer Appells, der IG Metall und der VHS D\u00fcsseldorf Paris, Sommer 1940, ein kleines Hotel im Montparnasse. Es geht hitzig zu in der Geschichte aller wie in der Lebensgeschichte Einzelner. Der Widerstandsk\u00e4mpfer Gustav Regitz, alias \u201eAlbert\u201c, ist in die F\u00e4nge der Gestapo geraten und seine neue Bestimmung hei\u00dft: Spion. Bestimmt wird auch das Schicksal einer Frau, die er h\u00e4ufig trifft: Lore Wolf, eine Freundin Anna Seghers und bekannte Rebellin. Eines Morgens kreuzen schwere Limousinen die Stra\u00dfen des Montparnasse. Albert darf bleiben, Lore Wolf muss einsteigen. Ihr Blick sagt: Verrat.<br \/>\nDie Autorin, Journalistin und Moderatorin Tanya Lieske geht dem historischen Blick Lore Wolfs nach und zeichnet das bewegende Bild einer Spurensuche, die nicht weniger als drei Generationen umfasst.<br \/>\n<em>Moderation und Gespr\u00e4ch: Pater Elias H. F\u00fcllenbach OP (Diplom Theologe)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>25.08.2009, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nHerta M\u00fcller<br \/>\nAtemschaukel. Roman. (Hanser Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Neue Deutsche Literatur<\/em><br \/>\nSiebenb\u00fcrgen 1945. F\u00fcr die Bewohner des Landstrichs eine Zeit, in der der Atem unruhig geht: Mitten in der Nacht h\u00f6rt man schwere Stiefelschritte, dann wird es Gewissheit: jemand kommt und jemand wird nicht bleiben. Es ist die Patrouille, und ihr Ziel ist man selbst. Die nahe Zukunft hat einen Namen, der nach Russland weist.<\/p>\n<p>\u201cAtemschaukel\u201d hei\u00dft Herta M\u00fcllers neuer Roman und wirklich geht der Atem hin und her zwischen dem individuellen Erlebnis des Einzelnen und der gemeinsamen Geschichte aller. Die mehrfach preisgekr\u00f6nte Autorin hat \u00dcberlebende \u2013 unter ihnen auch Oskar Pastior \u2013 befragt und aus den Erlebnisberichten eine verbl\u00fcffend eindringliche, fiktive Stimme geschaffen, mit der sie die siebenb\u00fcrgische Wirklichkeit von 1945 neu erfindet.<em><br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Martin Krumbholz (Literaturkritiker, u.a. SZ, FR, NZZ)<\/em><\/p>\n<p><strong>06.08.2009, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nNorbert Scheuer<br \/>\n\u00dcberm Rauschen. Roman. (C.H. Beck Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe F\u00f6rderprojekte der Kunststiftung NRW im Gespr\u00e4ch<\/em><\/p>\n<p>Die Erinnerung m\u00e4andert durch unser Leben wie und wo sie will, und sie steckt voller Ger\u00e4usche. F\u00fcr den Bruder von Hermann klingt sie wie ein Rauschen, nicht irgendeines, sondern das Rauschen des Flusses gleich hinter dem Haus seiner Kindheit. Magisch ist dieser Fluss, der Geheimnisse birgt, Erlebtes und Ausgedachtes und vor allem: Ichthys, den mythischen Urfisch, der unter der Wasseroberfl\u00e4che schwimmt wie eine Wahrheit, die es zu fischen gilt.<br \/>\nNorbert Scheuer, der f\u00fcr seine Erz\u00e4hlfassung von \u201e\u00dcberm Rauschen\u201c mit dem 3sat Preis ausgezeichnet wurde, erz\u00e4hlt im gleichnamigen, in der FAZ als Vorabdruck erschienenen Roman von einer leuchtenden Unterwasserwelt, in der nichts so ist, wie es zu sein scheint \u2013 und von einer nicht weniger schillernden Welt auf der anderen Seite des Wasserspiegels.<br \/>\n<em>Moderation und Gespr\u00e4ch: David Eisermann (freier Journalist, u.a. WDR 3)<\/em><\/p>\n<p><strong><br \/>\n22.07.2009, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nAntje R\u00e1vic Strubel \/ J\u00fcrgen Becker<br \/>\nDie Nacht, in der die Mauer fiel \u2013 Schriftsteller erz\u00e4hlen vom 09. November 1989. Hrsg. Renatus Deckert. (Suhrkamp Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Zeitzeugen<\/em><\/p>\n<p>Die Nacht, in der die Welt pl\u00f6tzlich stehen zu bleiben schien, in der das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich wurde, das Undenkbare vor den eigenen Augen und auf einem Meer von Bildschirmen Wirklichkeit wurde. Die Nacht einer Begegnung zwischen Fronten, f\u00fcr deren Entfernung voneinander es eigentlich kein Ma\u00df mehr gab: die Nacht, in der die Mauer fiel, in der eine historische \u00c4ra ihr Ende fand.<br \/>\n20 Jahre sp\u00e4ter hat Renatus Deckert Autoren nach ihrer pers\u00f6nlichen Erinnerung an diesen kollektiven, historischen Moment befragt. Im Heine Haus erz\u00e4hlen Antje R\u00e1vic Strubel und J\u00fcrgen Becker von ihrer Nacht des 09. November 1989.<br \/>\n<em>\u201eWo man zum Jubil\u00e4um des Mauerfalls eher Erm\u00fcdung bef\u00fcrchtet h\u00e4tte, kann man sich pl\u00f6tzlich nicht sattlesen an diesen literarischen Zeugnissen.\u201c (FAZ)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Renatus Deckert<\/em><br \/>\n<strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>18.07.2009, SAMSTAG<br \/>\n20 JAHRE M\u00dcLLER &amp; B\u00d6HM LITERATURHANDLUNG<br \/>\nDAS BUCH DER FREUNDE<\/strong><br \/>\n<em>Anl\u00e4sslich des Jahrestages erscheint am 18.7. eine kleine Publikation.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-41\" title=\"BUCH_DER_FREUNDE\" src=\"http:\/\/heinehaus.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/BUCH_DER_FREUNDE1-211x300.jpg\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.heinehaus.de\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/BUCH_DER_FREUNDE1-211x300.jpg 211w, https:\/\/www.heinehaus.de\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/BUCH_DER_FREUNDE1.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><br \/>\n<a class=\"aligncenter\" href=\"http:\/\/www.literaturmueller.de\/frame_start.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>durchbl\u00e4ttern\u00bb\u00bb<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>16.07.2009, D0, 19:30 Uhr<br \/>\nKonrad Klapheck trifft Hans Joachim Sch\u00e4dlich<br \/>\n\u00dcber Form und Inhalt. Ein Gespr\u00e4ch.<br \/>\n<\/strong><em>In der Reihe Kunst trifft Literatur<\/em><br \/>\nLegend\u00e4r sind seine Maschinenbilder, mit denen er den Blick f\u00fcr den Alltagsgegenstand \u201eMaschine\u201c international neu ausgerichtet hat. Die sp\u00e4ter von ihm portraitierten K\u00f6pfe des Kunst-Betriebs umfassen inzwischen eine Sammlung von mehr als 350 Exponaten. Aus Konrad Klaphecks breit gef\u00e4chertem Werk weht den Betrachter surrealistischer Atem ebenso an wie der Aufwind der Pop-Art, kreuzen sich Wilde Malerei wie Hyperrealismus. \u00dcber \u201eForm und Inhalt\u201c spricht er im Heine Haus mit dem Autor Hans Joachim Sch\u00e4dlich, der als Meister der Allegorie \u00fcber das Politische mit seinen scharfsichtigen Entschl\u00fcsselungen des Alltagslebens eine unverzichtbare Stimme im Literaturbetrieb geworden ist.<br \/>\n<em>Begr\u00fc\u00dfung: Raimund Stecker (Kunsthistoriker)<\/em><\/p>\n<p><strong>30.06.2009, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nUrsula Krechel<br \/>\nShanghai fern von wo. Roman. (Jung und Jung Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Neue Deutsche Literatur<\/em><\/p>\n<p>Ursula Krechel ist die Tr\u00e4gerin des d.lit.\u2013literaturpreis der Stadtsparkasse D\u00fcsseldorf 2009.Shanghai fern von \u2013 ja, von wo? Ursula Krechel nimmt den seidenen Faden, an den das Leben tausender Juden am Vorabend des Zweiten Weltkrieg gebunden scheint, auf und spinnt ihn bis in das laute, dicht bev\u00f6lkerte und fremdartige Shanghai einer fernen Welt, in der es gilt, die Kunst des \u00dcberlebens zu leben. Die zuletzt mit dem Rheingau Literatur Preis ausgezeichnete Autorin h\u00e4lt Zeitdokument und Fiktion in schillernd erz\u00e4hlter Schwebe und zeigt, dass das Ferne oft nahe liegender ist, als wir vermuten.<em><br \/>\n\u201eUrsula Krechel hat einen gro\u00dfen, vielstimmigen und wichtigen Roman geschrieben\u201d. (Rheinische Post)<\/em><em><br \/>\nModeration: Hubert Winkels (Literaturkritiker, u.a. DIE ZEIT, Deutschlandfunk)<\/em><\/p>\n<p><strong>26.06.2009, Fr, 19:30 Uhr<br \/>\nAlfred Brendel<br \/>\nSpiegelbild und schwarzer Spuk. Gedichte. (Hanser Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Zeitzeugen<\/em><\/p>\n<p>Der Jahrhundertpianist Alfred Brendel kommt ins Heine Haus. Virtuos auch als Lyriker nimmt der Poet Alfred Brendel Sprache beim Wort \u2013 und entf\u00fchrt mit unversiegbarem Einfallsreichtum in ein Universum zwischen Sinn und Unsinn und in eine Welt voller \u00dcberraschungen, Diabolik und spr\u00fchendem Sprachwitz.<br \/>\nAlfred Brendel liest au\u00dferdem aus Ausz\u00fcgen der von ihm herausgegebenen und kommentierten Hebbel-Tageb\u00fccher &#8222;Weltgericht mit Pausen&#8220; (Hanser Verlag)<br \/>\n<em>\u201eSprach-Capriccios in einer perfekt scheinlogischen Lakonik.\u201d (FAZ)<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Gast im Heine Haus<\/em><strong><br \/>\n10.06.2009, Mi, 21:15 Uhr<br \/>\nDas K\u00f6lner Mittwochgespr\u00e4ch<\/strong><br \/>\nEs war legend\u00e4r, ging \u00fcber 260 Runden und faszinierte Publikum wie Medien: Das K\u00f6lner Mittwochgespr\u00e4ch, zu dem der ebenfalls legend\u00e4re Buchh\u00e4ndler Gerhard Ludwig in den sechziger Jahren allmittw\u00f6chlich Dichter, Denker und Streiter der Zeit in seine K\u00f6lner Bahnhofsbuchhandlung einlud. Die nicht selten hitzigen, von prominenten G\u00e4sten wie etwa Ernst Rowohlt, Heinrich B\u00f6ll, Joseph Beuys oder Theodor W. Adorno gef\u00fchrten Debatten wurden als gesellschaftliches Ereignis gefeiert und fanden ihren Weg in das gerade entstehende Deutsche Fernsehen.<br \/>\nIn der Programmreihe \u201eWir sehen uns morgen wieder\u201c \u00fcbertr\u00e4gt das FFT D\u00fcsseldorf in Kooperation mit der K\u00fcnstlergruppe \u201eNew Guide to Opera\u201c konzeptionell das Programm des Deutschen Fernsehen vom Juni 1954 auf Live-B\u00fchnen. Das K\u00f6lner Mittwochgespr\u00e4ch des 10. Juni 1954 wandert am 10. Juni 2009 von der K\u00f6lner Buchhandlung Ludwig \u00fcber den Bildschirm des gleichen Jahres bis in die Gegenwart der Buchhandlung M\u00fcller &amp; B\u00f6hm und ihrem Mittwoch-Gast im Heine Haus.<\/p>\n<p><strong>08.06.2009, Mo, 19:30 Uhr<br \/>\nJudith Hermann<br \/>\nAlice. Erz\u00e4hlungen. (S. Fischer Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Neue Deutsche Literatur<\/em><br \/>\nJudith Hermann, die bereits mit ihrem preisgekr\u00f6nten Erz\u00e4hldebut \u201eSommerhaus, sp\u00e4ter\u201c (1998) dem Genre der Kurzgeschichte ihre neue, junge Stimme des \u201eBerliner Jugendstil\u201c (Die ZEIT) verlieh, wurde f\u00fcr ihr neues Buch \u201eAlice\u201c mit dem diesj\u00e4hrigen Friedrich-H\u00f6lderlin-Preis ausgezeichnet. Auch hier wirft die Meisterin des Zwischenraums Seitenblicke auf das, was fl\u00fcchtig ist und weiter geht, ehe wir es festhalten k\u00f6nnen. In f\u00fcnf Erz\u00e4hlungen stellt sich die Protagonistin Alice dem Moment des Verg\u00e4nglichen, des wandlungsvollen \u00dcbergangs und stellt den Blick scharf f\u00fcr das, was uns am Wegrand des Gegenw\u00e4rtigen stets zu entgehen scheint. In der Judith Hermann eigenen, dichten Sprache sch\u00f6ner N\u00fcchternheit entfaltet sich das Detail, die Randbemerkung, zum eigentlichen Text unseres Erlebens, das nicht weniger erstaunlich ist als das Wunderland der historischen Alice.<em><br \/>\n\u201eErz\u00e4hlglanz und Erz\u00e4hlkunst dieses Buchs verdanken sich einer zur\u00fcckhaltend instrumentierten, gerade deshalb poetisch \u00fcberaus reichen Sprache\u201d (Jury Friedrich-H\u00f6lderlin-Preis)<\/em><\/p>\n<p><strong><br \/>\n03.06.2009, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nNorbert Wehr<br \/>\nSchreibheft<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe F\u00f6rderprojekte der Kunststiftung NRW im Gespr\u00e4ch<\/em><br \/>\nZweimal j\u00e4hrlich feiert die Literaturwelt ein ungeduldig erwartetes Ereignis: Das Erscheinen der aktuellen Ausgabe des \u201eSchreibheft\u201c.<br \/>\nMehrfach preisgekr\u00f6nt z\u00e4hlt es zu den wichtigsten Literaturzeitschriften des deutschsprachigen Raums. Norbert Wehr, der auch als H\u00f6rbuchautor und Literaturkritiker bekannte Herausgeber dieses vielschichtigen und Diskurse verkn\u00fcpfenden Echolots literarischer Produktion stellt im Heine Haus die au\u00dfergew\u00f6hnliche Zeitschrift vor.<br \/>\nKathleen Morgeneyer (Ensemble D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus) liest ausgew\u00e4hlte Passagen aus verschiedenen Schreibheft-Ausgaben.<em><br \/>\n\u201eDas Schreibheft ist das einzigartige A &amp; O aller fortgeschrittenen (Welt-)Literatur- Kenner &amp; -Liebhaber. Ein zweimal j\u00e4hrlich bestelltes weites Feld, auf dem man a) das kommende Gras wachsen h\u00f6rt und b) essayistisch geerntet wird.\u201d (Frankfurter Rundschau)<\/em><em><br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Andreas Rossmann (Kulturkorrespondent FAZ)<br \/>\nBegr\u00fc\u00dfung: Hans-Georg Lohe (Kulturdezernent D\u00fcsseldorf)<br \/>\nEinf\u00fchrung: Regina Wyrwoll (Generalsekret\u00e4rin Kunststiftung NRW)<\/em><\/p>\n<p><em>Heine au\u00dfer Haus<\/em><br \/>\n<strong>27.05.2009, Mi, 18:00 Uhr<br \/>\nMichael Wolffsohn<br \/>\nJuden und Christen \u2013 ungleiche Geschwister. Die Geschichte zweier Rivalen.<br \/>\n(Patmos Verlag)<\/strong><br \/>\nZugleich verschwistert, zugleich rivalisiert. Der Historiker und Spezialist f\u00fcr Deutsch-J\u00fcdische Zeitgeschichte Michael Wolffsohn fragt nach Parallelen und Gegenl\u00e4ufigkeiten zwischen Christentum und Judentum &#8211; und entdeckt erstaunliche Verkn\u00fcpfungen. Die beiden unl\u00f6sbar miteinander verbundenen Glaubensgeschwister scheinen sich gegenseitig zu konstituieren, gleicherma\u00dfen gegeneinander abgrenzend wie voneinander aufnehmend. Michael Wolffsohn, seinem Publikum als streitbarer Kommentator bekannt, entwickelt \u00fcberraschende Einsichten, Folgerungen und Forderungen f\u00fcr die weitere Ann\u00e4herung von Juden und Christen.<em><br \/>\nVeranstalter: Gesellschaft f\u00fcr christlich-j\u00fcdische Zusammenarbeit in D\u00fcsseldorf, J\u00fcdische Gemeinde D\u00fcsseldorf, Patmos Verlag in Kooperation mit dem Heine Haus<br \/>\nOrt: Leo Baeck Saal, Paul-Spiegel-Platz 1<\/em><\/p>\n<p><em><br \/>\nZu Gast im Heine Haus<\/em><br \/>\n<strong>28.05.2009, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nBarbara Bongartz \/ Georges-Arthur Goldschmidt \/ Paul Nizon<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Autofiktion<\/em><br \/>\nFiktion und Wirklichkeit \u2013 eine M\u00fcnze mit deckungsgleichen Seiten? Ein Janusgebilde? Zwei in nur Einem oder \u2013 ein doppeltes Nichts? Im Autorengespr\u00e4ch machen sich Barbara Bongartz, Georges-Arthur Goldschmidt und Paul Nizon mit Heinz-Norbert Jocks auf die Suche danach, was passiert, wenn ein Autor selbst Figur seiner Erz\u00e4hlung wird und die Erfindung an die vermeintliche Quelle ihres scheinbar greifbaren Urhebers ger\u00e4t.<br \/>\nEine Gespr\u00e4chsinitiative von Anne Sch\u00fclke auf den geheimnisvollen Spuren des Raums zwischen dem Autor und der Stimme, die aus seinen Werken spricht.<em><br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Heinz-Norbert Jocks (Autor, Philosoph, Kunstwissenschaftler)<\/em><\/p>\n<p><strong><br \/>\n05.05.2009, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nMithu M. Sanyal<br \/>\nVulva. Eine Enth\u00fcllung des unsichtbaren Geschlechts.<br \/>\n(Wagenbach Verlag)<\/strong><br \/>\nSagenumwoben, geheimnisvoll und so riskant ist der Begriff der Vulva, dass sich \u00fcber Jahrhunderte hinweg beredtes Schweigen \u00fcber ihm verdichtet hat. Die promovierte Journalistin und Buchautorin Mithu M. Sanyal hat mit ihrer bahnbrechenden Studie \u00fcber die Vulva einem verheimlichten Begriff zur\u00fcck zur Sprache verholfen &#8211; und gleichzeitig eine erstaunliche, facettenreiche und selbstbewusste Kulturgeschichte des weiblichen Geschlechts sichtbar gemacht. Ein rasant erz\u00e4hlter Diskurs der Geschlechter, der allen Geschlechtern gleicherma\u00dfen gilt.\u201cUnerwartete Einblicke gew\u00e4hrt Mithu Sanyal jeder Art von Lesern. Aus der Perspektive der Vulva schreibt sie die Kulturgeschichte des Abendlandes neu. Und erm\u00f6glicht so zugleich eine neue Sicht auf den Ursprung der Welt.&#8220; (ZDF aspekte)<em><br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Tanja Ruzicska<\/em><\/p>\n<p><strong><br \/>\n11.05.2009, Mo, 19:30 Uhr<br \/>\nLars Gustafsson<br \/>\nFrau Sorgedahls sch\u00f6ne wei\u00dfe Arme. Roman.<br \/>\n(Hanser Verlag)<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Literatur der Nachbarn<\/em><br \/>\nLars Gustafsson tritt in der Zeit zur Seite und schaut: M\u00f6gliches und Unm\u00f6gliches ger\u00e4t ihm in den Blick, Vergangenes, Zuk\u00fcnftiges und Un-Zeitiges. Zimtb\u00e4ume, Schneest\u00fcrme und nat\u00fcrlich, die sch\u00f6nen wei\u00dfen Arme der Frau Sorgedahl. Zwischen Oxford und V\u00e4ster\u00e5s fallen aus Schubladen, die vielleicht dem Universum selbst angeh\u00f6ren, pl\u00f6tzlich Geschichten und Erinnerungen, von denen niemand so genau wei\u00df, in wessen Leben sie eigentlich geh\u00f6ren. Der gro\u00dfartige Poet der Philosophie und Philosoph des Poetischen faltet Zeit und Raum dort, wo alles immer beginnt und \u00f6ffnet im Heine Haus einen Durchschlupf in die geheimnisvollen Tiefen der eigenwilligen Schrift, die das Ged\u00e4chtnis w\u00e4hlt.<em><br \/>\n\u201e\u2026diese Welt, dieses vielgestaltige Diesseits und das eigene Leben darin zu lieben. Das ist es, was uns Lars Gustafsson in seinem sch\u00f6nsten Buch seit mehr als drei\u00dfig Jahren lehrt.\u201d (FAZ)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Rudolf M\u00fcller<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>31.03.2009, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nJohn Griesemer. Herzschlag.<br \/>\nRoman. (Arche Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Literatur der Nachbarn<\/em><br \/>\nNew York, im historischen September 2001: kurz bevor nine-eleven die Welt stillstehen l\u00e4sst, macht das Leben des Schauspielers Noah Pingree eine ungew\u00f6hnliche Pause: er wird vom Schlag getroffen. Als er wieder aufwacht, ist nicht nur sein Leben, sondern auch das der ganzen Welt aus den Fugen geraten. John Griesemer, der mit seinem Roman \u201eRausch\u201c (2003) bereits die Bestsellerlisten eroberte, erz\u00e4hlt in \u201eHerzschlag\u201c von einer erstaunlichen Chance, in der das Leben anh\u00e4lt, damit wir es wieder neu zusammenbauen m\u00fcssen.<em><br \/>\n\u201eJohn Griesemer ist einer der gr\u00f6\u00dften Erz\u00e4hler unserer Zeit\u201c (New York Times)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: David Eisermann (freier Journalist, u.a. WDR 3)<\/em><\/p>\n<p><strong>21.04.2009, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nPer Olov Enquist. Ein anderes Leben.<br \/>\n(Hanser Verlag)<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Literatur der Nachbarn<\/em><br \/>\nDer mehrfach preisgekr\u00f6nte Autor von \u201eDer Besuch des Leibarztes\u201c (2001) oder \u201eDas Buch von Blanche und Marie\u201c (2004) verwandelt in seinem neuen Werk das eigene, gelebte Leben in die Erz\u00e4hlung von einem anderen Leben &#8211; mit Stationen in Uppsala, Berlin und Kalifornien. Innenwelt und Au\u00dfenwelt, H\u00f6hen und Tiefen, Dunkles und Helles bilden dabei den Stoff, dessen Leitfaden immer wieder den Moment durchkreuzt, in dem im Heute die Frage nach dem entsteht, was im Gestern enthalten gewesen sein muss.<em><br \/>\n\u201eBei Enquist stimmt alles. Er ist in der Literatur der raffinierteste und versierteste Forscher und Erkunder dieses schmalen, doch so allumfassenden Grenzgebiets zwischen Leben und Leuchten.\u201c (Die Welt)<\/em><em><br \/>\n\u00dcbersetzung und Gespr\u00e4ch: Wolfgang Butt (\u00dcbersetzer von Per Olov Enquist)<\/em><\/p>\n<p><strong><br \/>\n08.04.2009, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nUrs Widmer \/ Valentin Lustig. Valentin Lustigs Pilgerreise.<br \/>\nBericht eines Spaziergangs durch 33 seiner Gem\u00e4lde. (Diogenes Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Literatur der Nachbarn<\/em><br \/>\nVorstellungsbilder und Bildvorstellungen \u2013 wie nah liegt das eine beim anderen? In D\u00fcsseldorf \u00f6ffnet der Autor Urs Widmer gemeinsam mit dem Maler und Illustrator Valentin Lustig vorgestellte Grenzen: Urs Widmer spaziert durch die Gem\u00e4ldegalerie Valentin Lustigs, w\u00e4hrend Valentin Lustig durch die Wortfelder Urs Widmers wandert. Wo ihre Wege sich kreuzen, entsteht ein vielsprachiges Szenenbild dessen, was zwischen Wort und Bild m\u00f6glich werden kann.<em><br \/>\n\u201eZwischen Traum und Wirklichkeit flirren die Bilder von Valentin Lustig. In diesem Zwischenreich begegnen einander Maler und Autor als Seelenverwandte. Mit ihrem Buch geben sie der Fantasie ein rauschendes Fest\u201c (S\u00e4chsische Zeitung)<\/em><br \/>\n<em>Gru\u00dfwort: Klaus Bucher, Generalkonsul, Schweizer Generalkonsulat D\u00fcsseldorf<\/em><\/p>\n<p><strong>19.03.2009, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nVolker Schl\u00f6ndorff. Licht, Schatten und Bewegung.<br \/>\nMein Leben und meine Filme. (Hanser Verlag)<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Zeitzeugen<\/em><br \/>\nLicht und Schatten \u2013 zusammen bewegt sind sie so eng miteinander verwoben wie Volker Schl\u00f6ndorff und die deutsche Filmgeschichte. Der im vergangenen Jahr mit dem Kythera-Preis ausgezeichnete, ehemalige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Filmstudios Babelsberg, Dokumentarfilmer, Professor f\u00fcr Film und Literatur (European Graduate School, Saas-Fee, Schweiz) und Regisseur von Filmen wie \u201eDie Blechtrommel\u201c oder \u201eDie F\u00e4lschung\u201c erz\u00e4hlt nicht nur filmend das Leben &#8211; mit seiner Autobiographie wird er auch als Autor eine Entdeckung: Im Heine Haus erz\u00e4hlt der Oscarpreistr\u00e4ger vom Film im Leben und vom Leben im Film.<em><br \/>\n\u201eDas ist das Sch\u00f6ne an diesem Buch \u2013 dass Schl\u00f6ndorff eben nicht nur um sich selber kreist. Er hat die Filmgeschichte am eigenen Leib erfahren; und es w\u00e4re wirklich schade gewesen, h\u00e4tte er uns nicht teilhaben lassen\u201d (S\u00fcddeutsche Zeitung).<\/em><br \/>\n<em>Gru\u00dfwort: Prof. Gabriele Henkel<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Dr. Heinz Holzapfel (Filmwerkstatt D\u00fcsseldorf)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>13.03.2009, Fr. 20:00 Uhr<br \/>\nKommissar Stolberg: Die falsche Frau \u2013 Public Viewing<br \/>\nKowalski goes Stolberg<\/strong><br \/>\nKommissar Stolberg (Rudolf Kowalski) und sein Team (Florian Glade, Sofia Lechner) im Heine Haus: ein Kriminalroman mit sieben Siegeln? \u2013 Was im letzten Herbst vor Ort hinter verschlossenen Buchhandlungst\u00fcren ermittelt wurde, geht jetzt auf gro\u00dfer Leinwand an die \u00d6ffentlichkeit: Das filmisch besiegelte, t\u00f6dliche Geheimnis im Leben einer Buchh\u00e4ndlerin kann in \u201eDie falsche Frau\u201c endlich gel\u00fcftet werden.<br \/>\nDas Heine Haus l\u00e4dt herzlich ein zum Public Viewing des n\u00e4chsten Falls von Stolberg und seinem Ermittlerteam.<br \/>\n<em>Sendebeginn: 20:15 Uhr<\/em><\/p>\n<p><strong><br \/>\n11.03.2009, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nRudolf Kowalski liest Heinrich Heine<br \/>\nVergiftet sind meine Lieder. Gedichte und Geschichte.<\/strong><br \/>\nDichterleben, Lebenswerk und Weltgeschichte. Der Schauspieler Rudolf Kowalski, dem Fernsehpublikum unter anderem bekannt als Kommissar Stolberg, hat sich Heinrich Heines poetisches Werk auf der Suche nach Verkn\u00fcpfungspunkten zu biographischen und zeitgeschichtlichen Geschehnissen neu erlesen \u2013 und ein anspielungsreiches Doppelportrait erstellt: In seiner assoziativ angelegten Rezitation ausgew\u00e4hlter Lyrik und Prosa des Dichters, Briefzitate und Zeugnisse von Zeitgenossen wird nicht nur Europa im Spiegel Heines, sondern auch Heine im Spiegel Europas sichtbar.<br \/>\n<em>\u201eRudolf Kowalski rezitiert nicht, er liest mit dem warmen, aber sachlichen Ton des Erz\u00e4hlers, wehm\u00fctig und nachdenklich in den Liebesgedichten, erbittert und h\u00f6hnisch in seiner Kritik am deutschen Kleingeist.\u201c (Stuttgarter Zeitung)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Zu Gast im Heine Haus<\/em><br \/>\n<strong>10.03.2009, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nWlodzimierz Nowak. Die Nacht von Wildenhagen.<br \/>\nZw\u00f6lf deutsch-polnische Schicksale. (Eichborn Verlag)<\/strong><br \/>\n<em>Im Rahmen des Zyklus des Polnischen Instituts D\u00fcsseldorf: \u201eLiterarische Gattungen: Reportage\u201c<\/em><br \/>\nWie erleben wir Geschichte? Als Spezialist f\u00fcr deutsch-polnische Beziehungen befragt der f\u00fcr die f\u00fchrende polnische Tageszeitung Gazeta Wyborcza schreibende Journalist und Autor Wlodzimierz Nowak die Geschichte vor allem auch nach dem, worin sie heutige Aktualit\u00e4t ber\u00fchrt: Nach unserem Umgang mit ihr. In seinen literarisch erz\u00e4hlten Reportagen treten historische Personen, Orte und Erlebnisse aus verschiedenen Zeitschichten im deutsch-polnischen Grenzland zueinander in Beziehung und \u00f6ffnen den Blick f\u00fcr ein facettenreiches Panorama erlebter Vergangenheit und Gegenwart.<\/p>\n<p><strong>05.03.2009, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nMichael Kr\u00fcger. Unter freiem Himmel.<br \/>\nGedichte. (Suhrkamp Verlag)<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Neue deutsche Literatur<\/em><br \/>\nVielsprachig ist er und unentwegt sucht er nach Sprache f\u00fcr das Vielf\u00e4ltige. Als \u201eeindrucksvollste Verlegerpers\u00f6nlichkeit der Republik\u201c (Die Zeit) denkt er \u00fcber die letzten Dinge des Lebens ebenso gern nach wie \u00fcber die ersten. Er ist Verleger, Herausgeber, Philosoph, Romancier und Essayist \u2013 und dabei vor allem eines: Lyriker. Im Heine Haus liest der vielfach ausgezeichnete Leiter des Hanser Verlags, Grenzg\u00e4nger und Poet Michael Kr\u00fcger aus \u201eUnter freiem Himmel\u201c und verschiedenen weiteren Gedichtb\u00e4nden.<em><br \/>\n\u201eZwischen Ursache und Folge, Bild und Bedeutung, Ich und Du, L\u00fcge und Wahrheit, Leben und Tod. Von diesen Zwischen-R\u00e4umen handeln Kr\u00fcgers Gedichte.\u201c (Adolf Muschg)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Rudolf M\u00fcller<\/em><\/p>\n<p><strong>26.02.2009, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nWilhelm Genazino<br \/>\nDas Gl\u00fcck in gl\u00fccksfernen Zeiten. Roman. (Hanser Verlag)<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Neue deutsche Literatur<\/em><br \/>\nIm Heine Haus navigiert der B\u00fcchner-Preistr\u00e4ger Wilhelm Genazino das Leben seines Protagonisten Gerhard Warlich mit einer Wunschformel durch gl\u00fccksferne Zeiten, die der imposanten Gewichtigkeit des Ganzen den leichtf\u00fc\u00dfigeren Versuch \u201ehalbtags leben\u201c entgegenh\u00e4lt. Warlich teilt das Leben mit sich, aber ohne seine Freundin Traudel \u2013 die ihm eines Tages ganz beil\u00e4ufig einen Gegenwunsch er\u00f6ffnet, der eindeutig aus einer Welt ganzer Tage kommt.<br \/>\nDer Erfinder des \u201agedehnten Blicks\u2019 und Meistererz\u00e4hler der condition humaine begleitet einmal mehr im unverwechselbar lakonischen Genazino-Ton das moderne Subjekt bei dem Unterfangen, halb und halb doch Ich zu sein.<em><br \/>\n\u201eEr ist der Poet des genauen Blicks, ein Ph\u00e4nomenologe des Alltags, voller Empathie f\u00fcr seine Figuren und die schwindlig machenden Kuriosa der humanen Existenz.\u201d (NZZ)<br \/>\nModeration: Lothar Schr\u00f6der (RP, Literaturredakteur im Kulturressort)<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><strong>12.02.2009, Do, 19:30 UHR<br \/>\nOswald Egger<br \/>\nDiskrete Stetigkeit. Poesie und Mathematik. (Suhrkamp Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Neue deutsche Literatur<\/em><br \/>\nOswald Egger spannt mit seinem in der edition unseld erschienenen neuen Buch einen weiten Bogen: Der k\u00fcrzlich mit dem H.C. Artmann-Preis ausgezeichnete Lyriker wandert durch das Denken und sprachversammelt im Wechsellicht von Mathematik und Poesie Musterbilder und Bildmuster beider Denkarten. Als Passg\u00e4nger auf der Schnittlinie zwischen dem Gedicht des Denkens und dem Denken des Gedichts entfaltet er, im (Sprach)wald stehend, von Baum zu Baum ins Zwischen fahndend, Schnittmuster, die zusammengesprochen und ineinandergef\u00fcgt zur Fuge werden \u2013 \u00fcber die Geschichte der Ideen, so vertraut wie ein Gedicht.<br \/>\n\u201eOswald Egger bleibt der originellste lyrische Wort-Alchemist der Gegenwart\u201d (Frankfurter Rundschau)<br \/>\nBuchvorstellung im Rahmen der Reihenvorstellung: edition unseld<br \/>\n<em>Moderation und Gespr\u00e4ch: Ulla Unseld-Berk\u00e9wicz (Verlegerin).<\/em><\/p>\n<p><strong><em><br \/>\n<\/em><\/strong><em>Zu Gast im Heine Haus<\/em><strong><br \/>\n05.02.2009, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nMonica Lav\u00edn: Hotel Limbo (Alfaguara)<\/strong><br \/>\n<em>Im Rahmen von \u201eMexiko: Kulturelle Migrationen- transatlantische Topographien\u201d.<\/em><br \/>\nMit ihrem j\u00fcngsten Roman gelingt der preisgekr\u00f6nten mexikanischen Autorin Monica Lav\u00edn auf ergreifende Weise eine Verbindung zwischen darstellender Kunst und Literatur. Das Hotel Limbo, genauer, das Zimmer mit der Nummer 301, wird zum Schauplatz der Begegnung eines Malers mit seinem Aktmodell. Im Spannungsnetz zwischen Wort und Gedanke entf\u00fchrt die Autorin mit magischer Hand den Leser in die Tiefen imagin\u00e4rer Welten &#8211; und l\u00e4sst dabei ein \u00fcberraschendes Bild der k\u00f6rperlichen und seelischen Topologien ihrer Figuren entstehen.<br \/>\n<em>Moderation und Gespr\u00e4ch: Prof. Dr. Vittoria Bors\u00f2<br \/>\nEine Veranstaltung des romanischen Seminars der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf in Kooperation mit dem Verein zur F\u00f6rderung des Heinrich-Heine-Geburtshauses e.V. und M\u00fcller &amp; B\u00f6hm Literaturhandlung<\/em><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>21.01.2009, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nFranz Hohler<br \/>\nAm Ende eines ganz normalen Tages. (Luchterhand Literaturverlag)<\/strong><br \/>\nIn der Reihe Literatur der NachbarnDer in Z\u00fcrich lebende, zuletzt mit dem \u201eKunstpreis der Stadt Z\u00fcrich\u201c ausgezeichnete, international gastierende Kabarettist und Schriftsteller Franz Hohler bl\u00e4ttert am Ende eines ganz normalen Tages in unverhofft aufblitzenden Wahrheiten \u2013 und lenkt dabei den f\u00fcr das Groteske gesch\u00e4rften Blick auf das erstaunlich Gro\u00dfe im nebens\u00e4chlich Kleinen: Ob politisch, \u00f6ffentlich oder privatim \u2013 der Schweizer Bestsellerautor nimmt in seinem neuen Erz\u00e4hlband das \u00fcberraschend Gew\u00f6hnliche unter die Lupe und entdeckt zwischen Skurrilem und Aberwitzigem das immer wieder neue, bewegend-bewegliche Ungleichgewicht des t\u00e4glichen Lebens.<br \/>\n<em>\u201eMiniaturen eines gro\u00dfartigen Beobachters\u201c (Schweizer Illustrierte)<\/em><br \/>\n<em>Mit freundlicher Unterst\u00fctzung durch das Kom(m)\u00f6dchen D\u00fcsseldorf<\/em><\/p>\n<p><strong>15.01.2009, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nDenis Scheck \/ Hubert Winkels<br \/>\nDas Gute, Wahre, Sch\u00f6ne \u2013 Denis Scheck und Hubert Winkels<\/strong><br \/>\n<em>diskutieren \u00fcber die besten B\u00fccher des Jahres 2008<\/em><br \/>\nHochdekoriert, listenplatziert oder vielgelobt \u2013 der Literaturredakteur Denis Scheck (Deutschlandfunk), bekannt u.a. durch die Moderation der ARD-Sendung \u201eDruckfrisch\u201c und sein Senderkollege Hubert Winkels, Literaturkritiker bei der Wochenzeitung \u201eDie Zeit\u201c wandern Buch in Buch durch das ereignisreiche Literaturjahr 2008 \u2013 und verlesen gemeinsam seine besten Bl\u00fcten. Ein buchst\u00e4blich vielseitiger Jahresr\u00fcckblick!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>09.12.2009, Mi. 19.30 Uhr Katharina Mayer \/ Jochen H\u00f6risch Die (heilige) Familie: Ein Gespr\u00e4ch. In der Reihe Kunst trifft Literatur Familienbild und Bildfamilie. Die ikonographische Geschichte des Familienbegriffs ist so raumf\u00fcllend wie seine etymologischen Spuren weit verzweigt; in Wissenschaft, Kunst, Religion und Ritus spielt die Familie ihre Rolle ebenso umfangreich wie im t\u00e4glichen Miteinander. Wo zwei zu Tisch sitzen, familiarisiert sich rasch etwas Drittes, das uns oft entgeht und dennoch bleibt. Die Fotok\u00fcnstlerin Katharina Mayer ist in ihrem Bildwerk dem schillernden Begriff seit neun Jahren mit dem Projekt familia auf der Spur, in ihren Fotoarbeiten kristallisiert sich die Grenze zwischen Au\u00dfen und Innen am Belichtungsrand des Familienportraits. \u00dcber \u201eFluch und Heil\u201c der Familie spricht sie im Heine Haus mit dem&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":23,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"_mc_calendar":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/24"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/24\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5371,"href":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/24\/revisions\/5371"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/23"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}