{"id":52,"date":"2010-01-12T11:35:23","date_gmt":"2010-01-12T10:35:23","guid":{"rendered":"http:\/\/heinehaus.de\/wp\/?page_id=52"},"modified":"2010-01-12T15:02:19","modified_gmt":"2010-01-12T14:02:19","slug":"archiv-2008","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.heinehaus.de\/index.php\/archive\/archiv-2008\/","title":{"rendered":"Archiv 2008"},"content":{"rendered":"<p><strong>10.12.2008, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nMartin Baltscheit \/ Gisbert Haefs.<br \/>\nDas Dschungelbuch. (Boj\u00e9 Verlag)<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe N\u00e4he und Ferne<\/em><br \/>\nN\u00e4he und Ferne \u2013 die Grenze dazwischen verl\u00e4uft perspektivisch, will man eins vom anderen trennen, steht man pl\u00f6tzlich im undurchdringlichen Dickicht der Frage nach dem eigenen Standpunkt. Das wusste Heine und das wusste auch Rudyard Kipling, der den exotischen Aspekt des Spiels zwischen nah und fern in das weltbekannte Dickicht des Dschungelbuchs und die Existenz zwischen Zivilisation und Natur \u00fcberf\u00fchrte \u2013 nicht ohne Grund zitiert er in seiner \u00e4ltesten Mowgli-Geschichte \u201eIn the Rukh\u201c Heinrich Heine. Der in D\u00fcsseldorf lebende Autor, Zeichner, Schauspieler und Sprecher Martin Baltscheit kennt als Illustrator die Magie des perspektivischen Denkens \u2013 im Heine Haus zeigt er mit seinem neuen Dschungelbuch seine ganz eigene Sichtweise auf das menschliche Sein im Grenzgebiet zwischen Natur und Kultur.<br \/>\n<em>Moderation und Gespr\u00e4ch: Gisbert Haefs (Schriftsteller und \u00dcbersetzer u.a. von Rudyard Kipling)<\/em><\/p>\n<p><strong>05.12.2008, Fr, 19:30 Uhr<br \/>\nHartmut von Hentig.<br \/>\nMein Leben \u2013 bedacht und bejaht.<br \/>\nBd.1: Kindheit und Jugend. Bd.2: Schule, Polis, Gartenhaus. (Hanser Verlag)<br \/>\n<\/strong>Hartmut von Hentig, der heute 83-j\u00e4hrige Nestor der P\u00e4dagogik und unerm\u00fcdlicher Neubegr\u00fcnder der Kunst des Lehrens stellt seine Memoiren vor, in denen pers\u00f6nliche Erinnerung zur Zeitgeschichte wird, in denen privates Erleben und engagierter, \u00f6ffentlicher Diskurs ineinander \u00fcbergehen. In einem bewegten und tatenreichen Leben zwischen Europa und Amerika bezeugt der Lehrstuhlinhaber und Begr\u00fcnder der experimentellen Bielefelder Laborschule (Universit\u00e4t Bielefeld), dass die Frage nach der Gebrauchsanweisung f\u00fcr das richtige Leben und Lehren eine nie abgeschlossene, eine immer nach vorne blickende ist.<br \/>\n<em>Von Hentig ist fast zum Synonym f\u00fcr eine neue P\u00e4dagogik geworden. (Frankfurter Rundschau)<br \/>\nBegr\u00fc\u00dfung: Reinhold Christiani, Vorsitzender des Vereins zur F\u00f6rderung des Heinrich-Heine-Geburtshauses e.V.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Gast im Heine Haus<\/em><br \/>\n<strong>06.11.2008, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nBernd Haunfelder<br \/>\nNot und Hoffnung. Deutsche Kinder und die Schweiz 1946-1956. (Aschendorff Verlag)<br \/>\n<\/strong>Der Historiker und Publizist Bernd Haunfelder erz\u00e4hlt ein bisher fast unbekanntes, bewegendes Kapitel humanit\u00e4rer Hilfe der Nachkriegszeit.<br \/>\n<em>Gru\u00dfwort: Klaus Bucher, Generalkonsul Schweizerisches Generalkonsulat D\u00fcsseldorf<br \/>\nVeranstalter: Aschendorff Verlag in Kooperation mit dem Schweizer Generalkonsulat<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>07.11.2008, Fr, 19:30 Uhr<br \/>\nAndrea Ernst \/ Eric Pleskow<br \/>\nEric Pleskow \u2013 Ein Leben f\u00fcr den Film. (Picus Verlag)<br \/>\n<\/strong>Eric Pleskow hat der Filmgeschichte ab den sechziger Jahren ein besonderes Gesicht verliehen, im Gespr\u00e4ch mit Andrea Ernst erz\u00e4hlt der charismatische Meister des gro\u00dfen Kinos im Heine Haus von seinem Leben f\u00fcr den Film.<\/p>\n<p><strong>24.11.2008, Mo, 19:30 Uhr<br \/>\nWolfgang Kubin<br \/>\nChinesische Gegenwartsliteratur<\/strong><br \/>\nDer Sinologe, \u00dcbersetzer und Autor Wolfgang Kubin stellt neben Zhai Yongming u.a. auch den mit dem h\u00f6chstdotierten Literaturpreis f\u00fcr chinesischsprachige Literatur ausgezeichneten Erz\u00e4hler Mo Yan vor.<\/p>\n<p><strong>21.11.2008, Fr, 19:30 UHR<br \/>\nVera Bauer<br \/>\nIch Narr des Gl\u00fccks. Heinrich Heine \u2013 Eine Erkundung in Wort und Klang.<\/strong><br \/>\n<em>Eine Koproduktion von Vera Bauer mit sogar theater Z\u00fcrich und La Cappella Bern<\/em><br \/>\nDer ganze Mensch, gesucht und aufgefunden in Heinrich Heines Werk. Singend,<br \/>\nsprechend und Cello spielend sp\u00fcrt Vera Bauer dem Denken Heines in seinen Gedichten, Briefen und Reisebildern nach. Mit elegantem Fingerspitzengef\u00fchl montiert die K\u00fcnstlerin Originaltexte und Kl\u00e4nge Heines und l\u00e4sst so eine Idee seines Lebens und seines Werks entstehen. Die Sprachvirtuosit\u00e4t des Dichterf\u00fcrsten kontrapunktiert Vera Bauer mit ihren Arrangements ber\u00fchmter Schumann-Liedvertonungen sowie eigenen Kl\u00e4ngen.<br \/>\n<strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>19.11.2008, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nGy\u00f6rgy Kurt\u00e1g. Kafka-Fragmente (f\u00fcr Sopran und Violine).<br \/>\nLiederabend<\/strong><br \/>\n<em>Im Rahmen des Zyklus 3xneu. Eine Veranstaltungsinitiative f\u00fcr neue Musik<\/em><br \/>\nKafka \u2013 Im Fragmentarischen war er zu Hause, wie kaum ein anderer hat er seine Facetten und M\u00f6glichkeiten ausgelotet. Der lange nur als Geheimtipp bekannte, ungarische Komponist Gy\u00f6rgy Kurt\u00e1g nimmt in einer extravaganten Mischung aus archaischer Schwere und extremer Virtuosit\u00e4t den unverkennbaren Kafka-Ton auf. Annette Elster, bekannt geworden als Interpretin f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Musik u.a. an der Oper Paris, singt seine assoziativen Kafka-Fragmente, begleitet vom Initiator der Reihe \u201eHombroich: Neue Musik\u201c Christoph Staude (Piano) und Paul Rosner (Studium in Moskau und New York) an der Violine. Au\u00dferdem zu Geh\u00f6r kommen St\u00fccke von Christoph Staude, Bernd Alois Zimmerman und Thomas Bruttger.<br \/>\n<em>Durch den Abend f\u00fchrt der Komponist, Organist und Kirchenmusiker Oskar Gottlieb Blarr.<\/em><\/p>\n<p><strong>14.11.2008, Fr, 19:30 Uhr<br \/>\nRuth Kl\u00fcger.<br \/>\nUnterwegs verloren. Erinnerungen. (Paul Zsolnay Verlag)<br \/>\n<\/strong>Nach ihrem autobiographischen \u00dcberlebensbuch \u201eweiterleben\u201c erz\u00e4hlt Ruth Kl\u00fcger in \u201eunterwegs verloren\u201c nun die ergreifende Fortsetzung ihres Werdegangs als \u00dcberlebende des Naziregimes. Die international ausgezeichnete Autorin, engagierte Feministin und Literaturwissenschaftlerin gew\u00e4hrt in diesem sehr pers\u00f6nlichen Buch Einblicke in die zwischenmenschlichen Beziehungen ihres Lebens und erz\u00e4hlt mit eindringlicher Stimme nicht nur fesselnd vom American Way of Life, sondern auch von Erkenntnissen, Erinnerungen und bewegenden Momenten, die ihre Lebensgeschichte pr\u00e4gen.<br \/>\nDas Buch ist ein unverzichtbares Dokument zur Zeit- und Wissenschaftsgeschichte. Und es enth\u00e4lt wunderbare glasklare, harte und heitere Momente von scharf beobachteter Menschlichkeit. (NZZ)<br \/>\n<em>Moderation und Gespr\u00e4ch: David Eisermann (freier Journalist, u.a. WDR 3 Mosaik)<\/em><\/p>\n<p><strong>12.11.2008, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nMaria Blumencron.<br \/>\nAuf Wiedersehen, Tibet. Auf der Flucht durch Eis und Schnee. (DuMont Verlag).<\/strong><br \/>\n<em>Multimediale Lesung mit Film, Wort, Bild und Musik<\/em><br \/>\nZwischen Nepal und Tibet liegen ein 6000 Meter hoher Grenzpass und ein Spiel zwischen Leben und Tod. Maria Blumencron, die f\u00fcr ihren Dokumentarfilm \u201eFlucht \u00fcber den Himalaya\u201c zahlreiche Auszeichnungen erhielt, hat nun auch ein Buch zum Thema Tibet vorgelegt, das die ergreifende Geschichte von sechs Kindern und einem jungen M\u00f6nch als Fl\u00fcchtlingshelfer erz\u00e4hlt. Die Autorin, Regisseurin und Filmemacherin hat die Gruppe auf ihrem Weg begleitet und zeigt in ihrer multimedialen Lesung in Filmausschnitten, Wort, Bild und Musik Momente des \u00dcberlebensabenteuers \u201aAuf Wiedersehen, Tibet\u2018.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n21.10.2008, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nSebnem Isig\u00fczel<br \/>\nAm Rand. Roman. (Berlin Verlag)<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Literatur der Nachbarn \/ Im Rahmen des Messethemas T\u00fcrkei<\/em><br \/>\nIstanbul, Urbanit\u00e4t und Fortschritt. Was aber passiert am Rand einer multikulturellen Gro\u00dfstadt, in der sich Fortschritt und Tradition dasselbe Terrain teilen? Leyla, Tochter einer Diplomatenfamilie und in Moskau ausgebildete Schachmeisterin, entscheidet sich, dem Zentrum Istanbuls und ihres Ehelebens den R\u00fccken zu kehren. Als sie eines Tages auf ihren Streifz\u00fcgen einen halbtoten Mann entdeckt, beginnt eine Reise in die Geschichte ihres Lebens und die Identit\u00e4t einer Metropole, deren Gesichter gegens\u00e4tzlicher nicht sein k\u00f6nnen.\u2028Sebnem Isig\u00fczel studierte Anthropologie an der Universit\u00e4t Istanbul und arbeitete einige Jahre als Journalistin bei verschiedenen privaten Fernsehsendern. Einige ihrer\u2028Erz\u00e4hlb\u00e4nde erhielten in der T\u00fcrkei zahlreiche Literaturpreise. Die Autorin lebt in Istanbul.\u2028Begleitend liest Sesede Terziyan die deutsche \u00dcbersetzung. Die in Berlin lebende Schauspielerin ist unter anderem bekannt aus Tatort Hamburg und Tatort Ludwigshafen.<\/p>\n<p><strong>28.10.2008, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nNicolas Born<br \/>\nGedichte (Wallstein Verlag) Briefe 1959-1979. (Wallstein Verlag) <\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Stipendiaten der Kunststiftung NRW im Gespr\u00e4ch<\/em><br \/>\nNicolas Born, der zu den bedeutendsten Schriftstellern der Nachkriegsliteratur z\u00e4hlt, erreichte in den 70er Jahren Kultstatus, nicht zuletzt mit seinen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gedichtb\u00e4nden, in denen er dem \u201eWahnsystem Realit\u00e4t\u201c die Utopie des Gl\u00fccks entgegenstellt.\u2028Seine Tochter Katharina Born, freie Journalistin und Schriftstellerin, hat nun posthum die preisgekr\u00f6nte Edition der Gedichte und Briefwechsel des Autors von \u201eDie F\u00e4lschung\u201c besorgt und stellt im Heine Haus die Werke ihres 1979 verstorbenen Vaters vor. Seine Schriftwechsel u.a mit Peter Handke und G\u00fcnter Kunert zeigen ein perspektivenreiches Portrait und sehr pers\u00f6nliches Bild des Literaturbetriebs der sechziger und siebziger Jahre.\u2028Durch den Abend f\u00fchrt Katharina Born. Ausgew\u00e4hlte Passagen aus den Gedichten und Briefen liest ein Mitglied des Ensembles D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus.<\/p>\n<p><strong>03.11.2008, Mo, 19:30 Uhr<\/strong><strong><br \/>\nWerner Spies<br \/>\nAuge und Wort. Gesammelte Schriften zu Kunst und Literatur.\u2028 (Berlin University Press)<br \/>\n<\/strong><em> In bedruckter Kassette, entworfen von Andreas Gursky <\/em><br \/>\nVielschichtig ist das Terrain, in dem sich Werner Spies, der unverwechselbare Kunstkritiker, Professor, Kurator, Ausstellungsmacher, Museumsdirektor, K\u00fcnstlerfreund und Schriftsteller bewegt. So umfassend sein Wirkungsspektrum ist, so weit verzweigt ist auch sein Schreiben publiziert. Erstmals sind nun die Schriften des einzigartigen Kenners der Moderne an einem Ort versammelt.\u2028Anl\u00e4sslich des Erscheinens seiner gesammelten Schriften hei\u00dft das Heine Haus Werner Spies herzlich willkommen und l\u00e4dt zur festlichen Pr\u00e4sentation der Ausgabe ein.\u2028Moderation: Felicitas von Lovenberg (FAZ)\u2028Gru\u00dfwort: Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf\u2028Rede: Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Kultur des Landes NRW\u2028W\u00fcrdigung: Durs Gr\u00fcnbein, Dichter, Professor f\u00fcr Poetik und k\u00fcnstlerische \u00c4sthetik an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p><strong>11.10.2008, Sa, Matinee, 11:00 Uhr<br \/>\nRotraut Susanne Berner<br \/>\nAlphabet &amp; Zeichenstift. (Hanser Verlag) <\/strong><br \/>\n<em>Signierstunde <\/em><br \/>\nSie ist eine der h\u00f6chstdekorierten und beliebtesten Buchk\u00fcnstlerinnen. Die Magierin des Zeichenstifts erhielt 2006 den Sonderpreis Illustration des Deutschen Jugendliteraturpreises. \u201eWas sie zeichnet, braucht keine Schwerkraft\u201c \u2013 so die Begr\u00fcndung der Jury. Anl\u00e4sslich ihres diesj\u00e4hrigen 60. Geburtstages pr\u00e4sentiert Rotraut Susanne Berner mit \u201eAlphabet &amp; Zeichenstift\u201c das Buch zu ihrem Werk und l\u00e4dt zur gleichnamigen Ausstellungsfinissage, in der Illustrationen, Plakate und Buchcover aus ihrem facettenreichen Bildwerk zu sehen sind.\u2028\u2028\u201eIhre Illustrationskunst, ihre Handschrift des sparsamen Strichs, ist sofort wiederzuerkennen und trotzdem \u00fcberraschend wandelbar und immer wieder neu.\u201c (ZS)<\/p>\n<p><strong>29.09.2008 Mo 19:30 Uhr<br \/>\nRafael Chirbes <\/strong><strong>Krematorium.Roman. (Verlag Antje Kunstmann)<br \/>\n<\/strong><em>In der Reihe Literatur der Nachbarn<\/em><br \/>\nSpanien, heute, nach dem gro\u00dfen Immobilienboom. Matias tauscht die Revolution ein gegen \u00d6kolandwirtschaft. Als er stirbt, zerf\u00e4llt ein Kosmos, dessen Protagonisten Rafael Chirbes\u2019 neuen Roman \u201eKrematorium\u201c bev\u00f6lkern: Zwischen Bauspekulation, Korruption, Sex und Drogen zeigt der minuti\u00f6se Chronist menschlicher Prozesse eine Welt nach ihrer G\u00f6tterd\u00e4mmerung, ein Gesellschaftspanorama, das aus unterschiedlichen Perspektiven den Ausverkauf der Ideale an den Erfolg zeigt. F\u00fcr \u201eKrematorium\u201c erhielt Rafael Chirbes des Spanischen Nationalpreis der Kritik.<br \/>\n<em>\u201eKrematorium ist einer der besten spanischen Romane der letzten zehn Jahre. Eine brillante Analyse des wilden Kapitalismus unserer Zeit.\u201c (La Vanguardia) <\/em><\/p>\n<p><strong>09.10.2008, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nJan Assmann (Hg.)<br \/>\n\u201e\u00c4gyptische Religion \u2013 Gegenbilder zu Sterben und Tod\u201c \u2028(Verlag der Weltreligionen)<br \/>\n<\/strong> Im Heine Haus pr\u00e4sentiert der \u00c4gyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Jan Assmann mit seinem Band zur \u00e4gyptischen Totenliteratur die grundlegenden Schriften, Ph\u00e4nomene und Entwicklungen der \u00e4gyptischen Religion, die wie kaum eine andere dem Reich der Toten Farbe verlieh und Grundsteine f\u00fcr alle sp\u00e4teren \u201eErl\u00f6sungsreligionen\u201c gelegt hat. \u2028Einf\u00fchrend stellt Verlagsleiter Dr. Hans-Joachim Simm das Editionsprojekt des Verlags vor. Der Verlag der Weltreligionen widmet sich den Religionen der Welt in ihrer heutigen und historischen Vielfalt.<\/p>\n<p><strong> 10.08.2008, So, 11:30 Uhr. Matinee<br \/>\nMaarten \u2019t Hart<br \/>\nDer Flieger. Roman. (Verlag Piper)<\/strong><br \/>\n<em> In der Reihe Literatur der Nachbarn <\/em><br \/>\nEin protestantischer Totengr\u00e4ber, der sich lieber Grabmacher nennt und au\u00dferdem Witze erz\u00e4hlen kann, ein Junge, der sich in die widerspenstige Tochter eines weiteren Grabmachers verliebt und die Frage, ob Jesus sein Blut tats\u00e4chlich f\u00fcr die Menschheit vergossen hat \u2013 oder ob Gott nicht doch andere L\u00f6sungen f\u00fcr die Tage nach dem S\u00fcndenfall bereit h\u00e4lt: Der preisgekr\u00f6nte Erz\u00e4hlvirtuose Maarten t\u2019Hart \u2013 selbst Sohn eines Totengr\u00e4bers \u2013 wirft in \u201eDer Flieger\u201c einen \u00fcberraschenden Blick nicht nur auf die Landschaft der Niederlande und begegnet jeglichem Dogma mit der erfrischenden Individualit\u00e4t seiner skurrilen Figuren.\u2028\u2028Moderation: Marcell Feldberg (Kantor und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Robert Schumann Hochschule D\u00fcsseldorf)<\/p>\n<p><strong>11.09.2008, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nRaoul Schrott<br \/>\nHomer, Ilias. Neu\u00fcbertragung. (Hanser Verlag) <\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Literatur der Nachbarn <\/em><br \/>\nDas \u00e4lteste Epos Europas in seiner j\u00fcngsten deutschsprachigen \u00dcbersetzung. Raoul Schrott, Universalgelehrter, Komparatist und Reisender hat Gelehrte und Feuilletons nicht nur mit seinem Werk zum \u201aIlias\u2019-Dichter Homer in Aufruhr gebracht \u2013 er hat sie auch mit seiner Neu\u00fcbertragung des grandiosen literarischen Monuments \u00fcberrascht. Im Heine Haus l\u00e4sst der Autor das gro\u00dfe Epos um den Troianischen Krieg erneut auferstehen.\u2028\u2028<em><br \/>\n\u201eDie neue Ilias passt in die Zeit. Ein Held der totgesagten humanistischen Bildung nimmt seinen Thron wieder ein.\u201c (Die Zeit) <\/em><\/p>\n<p><strong>24.09.2008, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nUwe Timm<br \/>\nHalbschatten. Roman. (Verlag Kiepenheuer &amp; Witsch)<\/strong><br \/>\n<em> In der Reihe Neue deutsche Literatur <\/em><br \/>\n\u201aDer Flug ist das Leben wert\u2019 \u2013 lautet die Inschrift des Steins, der im Invaliden-friedhof Berlins auf der Ruhest\u00e4tte Marga von Etzdorfs liegt. Im Halbschatten der Grabsteine werden Stimmen laut, denen man eigentlich keine Sprache mehr zugetraut h\u00e4tte. Eine davon ist die Marga von Etzdorfs, der spektakul\u00e4ren Langstreckenfliegerin, die sich 1933 unvermutet das Leben nahm. Uwe Timm sp\u00fcrt dem Leben einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen jungen Frau nach und st\u00f6\u00dft auf eine Liebesgeschichte, die er anspielungsreich und vielschichtig zwischen der Gewalt der historischen Ereignisse, Zufall und individuellem Schicksal entspinnt.<\/p>\n<p><em>Der altstadtherbst zu Gast im Heine Haus<\/em><br \/>\n<strong>25.09.2008 Do 20:00 Uhr <\/strong><br \/>\n<strong>Klaus Umbach: Mein Herbert von Karajan.<br \/>\n<\/strong><em>Eine Mitmach-Collage aus Musik, Wort und Film <\/em><br \/>\nHerbert von Karajan \u2013 der Mythos vom Jahrhundertdirigenten und Jetsetter, Technikfreak und Karrieristen lebt weiter. Seinem Publikum hat sich der Exzentriker unvergesslich eingepr\u00e4gt: Wer kennt nicht sein imposantes Konterfei und die bisweilen urgewaltige Geste seiner Dirigentenhand. Karajans 100. Geburtstag in diesem Jahr ist Anlass, sich einen Abend lang auf seine Spuren zu begeben. Machen Sie dabei mit! Stellen Sie Ihre meistgeliebte oder meistgehasste Aufnahme vor \u2013 und halten Sie Ihr ganz pers\u00f6nliches Karajan-Pl\u00e4doyer.\u2028\u2028Moderiert, kommentiert und zusammengestellt wird die Hommage vom kritischen Karajan-Kenner und langj\u00e4hrigen SPIEGEL-Musikredakteur Klaus Umbach.<\/p>\n<p><strong>30.07.2008, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nFritz Schwegler trifft Michael Kr\u00fcger <\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Kunst trifft Literatur <\/em><br \/>\nVon 1975 bis 2001 war er Professor an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf. Heute ist er eine Kunstikone: Fritz Schwegler bricht wie kaum ein anderer aus den g\u00e4ngigen Stilschubladen der Kunst aus. Als Wandler von Ding zu Wort, von Bild zu Sprache, spielt er m\u00fchelos zwischen den Disziplinen auf und entdeckt Ungesehenes, Verstecktes und Unlogisches im Zwischenraum von Wort und Bild. Im Heine Haus trifft er den Weltenb\u00fcrger und Sprachenthusiasten Michael Kr\u00fcger, der sowohl selber Autor &#8211; Romancier, Essayist und Lyriker &#8211; als auch Leiter des Hanser Verlags und Herausgeber der Literaturzeitschrift \u201eAkzente\u201c ist.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n03.07.2008, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nMarcel Beyer<br \/>\nKaltenburg. Roman. (Suhrkamp Verlag) <\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Neue deutsche Literatur <\/em><br \/>\nWieder einmal n\u00e4hert sich der mehrfache Preistr\u00e4ger Marcel Beyer der deutschen Geschichte auf raffinierten Umwegen. Mit \u201eKaltenburg\u201c legt der Autor von \u201eFlughunde\u201c einen luftigen Roman vor, dessen Himmel stets voller V\u00f6gel und Zeichen sind. Protagonisten des Geschehens sind zwei Ornithologen, in die Flugbahnen von Mauerseglern, Staren und Dohlen mischt sich die nicht weniger bewegte Geschichte ihrer Beobachter, deren Lebensbahnen eindrucksvoll auch die verborgenen Winkel des deutschen zwanzigsten Jahrhunderts durchkreuzen und ausloten. Ein Buch der Erinnerung, das Geschichte mit den Mitteln der Poesie erlebbar macht.<br \/>\n<em>\u201eEin Buch der Geschichten, das mit dem Zauber der Sprache einen Bann \u00fcber der Geschichte zu l\u00f6sen verspricht.\u201c (NZZ) <\/em><\/p>\n<p><strong>23.06.2008, Mo, 19:30 Uhr<br \/>\nDurs Gr\u00fcnbein<br \/>\nStrophen f\u00fcr \u00fcbermorgen. Gedichte. (Suhrkamp Verlag)<\/strong><br \/>\n<em> In der Reihe Neue deutsche Literatur<\/em><\/p>\n<p>In seinem neuen Gedichtband, einem poetischen Erinnerungswerk, geht Durs Gr\u00fcnbein dem Wesen der Imagination nach und inszeniert Zeit und Ort in \u00dcberg\u00e4ngen und Verwandlungen. Mit \u201eStrophen f\u00fcr \u00fcbermorgen\u201c entf\u00fchrt der \u201eVers-Baumeister der Gegenwart\u201c (Peer Trilcke, Literaturen) in die zentralen Fragen seines Schaffens und zieht poetische Bilanz.\u2028\u2028Im Anschluss an seine gerade beendete Heine \u2013 Gastprofessur an der Heinrich Heine Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf liest der Dichter au\u00dferdem aus dem Band<br \/>\n\u201eDer cartesische Taucher\u201c (Suhrkamp), der die Grundlage zu seinen D\u00fcsseldorfer Vorlesungen bildete.<br \/>\n<em>Moderation: Martin Krumbholz (freier Journalist, u. a. Die Zeit, NZZ) <\/em><\/p>\n<p><strong>21.06.2008, Sa, 20:00 \u2013 24:00 Uhr<br \/>\nDie NachtNacht<br \/>\nTiefer als der Tag gedacht. Eine Kulturgeschichte der Nacht.\u2028(Hanser Verlag) <\/strong><br \/>\n<em>Mittsommernacht mit Elisabeth Bronfen und: Mathias Feger (Bratsche\/Duisb. Philharmoniker) Jens Thoben (Klarinette\/Duisburger Philharmoniker), Dirk Wedmann (Klavier\/ Folkwang Musikhochschule Essen), Monique Simon (Solistin\/Dt. Oper am Rhein), Kathleen Morgeneyer (Ensemble D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus) und Verena Buss (ehem. D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus)<br \/>\n<\/em> Das Doppelgesicht der Nacht: Faszination und Furcht gehen von ihr aus, sie erhellt und verbirgt, trennt und vereint zugleich. Elisabeth Bronfen, die eine Professur am Englischen Seminar in Z\u00fcrich innehat, ist in ihrer Kulturgeschichte der Nacht den eigenen, r\u00e4tselhaften Gesetzen der Nacht und ihren Motiven in Philosophie und \u00c4sthetik, ihrer nachhaltigen Wirkung auf unser kulturelles Imagin\u00e4res nachgegangen.\u2028\u2028Die Mittsommernacht \u2013 zu schade zum schlafen! In der k\u00fcrzesten Nacht des Jahres macht Elisabeth Bronfen gemeinsam mit verschiedenen K\u00fcnstlern die Faszination des \u201eNachtlebens\u201c erlebbar, wenn sie Ausschnitte aus ihrem Buch vorstellt. Dazu werden u.a. Musiker der Duisburger Philharmoniker, Mathias Feger (Bratsche) Jens Thoben (Klarinette), der Pianist Dirk Wedmann (Folkwang Musikhochschule Essen) das Thema Nacht musikalisch zu Geh\u00f6r bringen, in szenischen Lesungen wird es die Schauspielerin Kathleen Morgeneyer (Ensemble D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus) darstellen.<\/p>\n<p><strong>10.06.2008, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nUlrich Peltzer<br \/>\nTeil der L\u00f6sung. Roman. (Ammann Verlag)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Neue deutsche Literatur<\/em><br \/>\nUlrich Peltzer ist der Tr\u00e4ger des d.lit.\u2013literaturpreises der Stadtsparkasse D\u00fcsseldorf 2008. In seinem neuen Roman fragen die Figuren nach der Wirklichkeit der Wirklichkeit und sp\u00fcren den scharfen Atem der Gegenwart, wenn es hei\u00dft: \u201eEntweder bist du Teil des Problems, oder du bist Teil der L\u00f6sung\u201c. Zwischen diesen beiden Polen entrollt der in Berlin lebende Autor sein polyphones Gro\u00dfstadt-Movie, das gleichsam hochaktuelle Zeitdiagnose, Politthriller wie packende Liebesgeschichte ist.<em><br \/>\n\u201eFulminanter hat lange kein Roman begonnen und \u00fcberlegener kann man eine Geschichte und ihre Perspektiven nicht miteinander ins Spiel bringen.\u201c (Die Zeit).<\/em><em><br \/>\nModeration: Hubert Winkels (Deutschlandradio)<\/em><\/p>\n<p><strong>04.06.2008, Mi, 19:30 Uhr<\/strong><strong><br \/>\nUlf Stolterfoht \/ Christoph Buchwald (Hrsg.)<\/strong><strong><br \/>\nJahrbuch der Lyrik 2008 (S. Fischer Verlag)<\/strong><br \/>\nTraditionell wird im Jahrbuch der Lyrik der aktuelle poetische Wasserstand aufgesp\u00fcrt und notiert \u2013 in einer Vielfalt von Form und Ton, im Nebeneinander renommierter Dichter und neu entdeckter Stimmen.<br \/>\nDer Verleger und langj\u00e4hrige Herausgeber des Jahrbuchs, Christoph Buchwald, pr\u00e4sentiert gemeinsam mit dem Lyriker Ulf Stolterfoht, der gerade mit dem Peter-Huchel-Preis 2008 ausgezeichnet wurde, ein vielschichtiges Panorama deutscher Gegenwartslyrik.<em>\u201eDie einzig wahre Anthologie zeitgen\u00f6ssischer deutschsprachiger Lyrik.\u201c (Literaturen)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Petra Gropp (S. Fischer Verlag)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>20.05.2008, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nAxel H\u00fctte \/ Cees Nooteboom<br \/>\nKontinente <\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Kunst trifft Literatur <\/em><br \/>\nDas Reisen ist ein zentraler Topos in dem Werk des vielfach ausgezeichneten niederl\u00e4ndischen Schriftstellers und Weltenbummlers Cees Nooteboom. Reisen als Erfahrung des Fremden, als Wanderung in und gegen die Zeit, als Reise durch R\u00e4ume und als fantastische Reise. Und so wecken auch die Landschaftsfotografien von Axel H\u00fctte im Betrachter nicht nur die Sehnsucht nach der Ferne. Mit seinen gro\u00dfformatigen, meditativen Visionen setzt er spannungsvoll den Dialog von Fiktion und Wirklichkeit ins Bild. Reisen als Kunst und Lebensform ist das gro\u00dfe Thema, das das k\u00fcnstlerische Werk von Cees Nooteboom und Axel H\u00fctte miteinander verbindet. Cees Nooteboom liest au\u00dferdem aus seinem neuen Buch \u201eRoter Regen\u201c (Suhrkamp Verlag), in welchem von leichter Hand gezeichnete, pers\u00f6nliche Erinnerungen vieler Jahrzehnte versammelt sind.<\/p>\n<p><strong>15.05.2008, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nEmine \u00d6zdamar \/ Thomas Rosenl\u00f6cher<br \/>\nDas erste Buch. Hrsg. Renatus Deckert. (Suhrkamp Verlag) <\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Neue deutsche Literatur <\/em><br \/>\nDas erste Buch \u2013 ein Meilenstein im Leben eines jeden Autors. In der gleichnamigen Anthologie hat Renatus Deckert fast einhundert Schriftsteller nach dem gro\u00dfen Moment ihres Deb\u00fcts befragt \u2013 und einen Fundus pers\u00f6nlicher Texte erhalten. Emine Sevgi \u00d6zdamar deb\u00fctierte mit dem Erz\u00e4hlband \u201eMutterzunge\u201d, Thomas Rosenl\u00f6cher bestritt sein Entr\u00e9e mit dem Lyrikband \u201eIch lag im Garten bei Kleinzschachwitz\u201d. Im Heine Haus widmen sie sich erneut ihrem ersten Buch.<br \/>\n<em>\u201eWer immer sich f\u00fcr die zeitgen\u00f6ssische deutsche Literatur und ihre Vertreter\u2028interessiert, wird an diesem Band seine Freude haben.\u201d (Deutschlandradio Kultur) <\/em><br \/>\n<em>Moderation: Renatus Deckert<\/em><br \/>\n<strong><br \/>\n02.05.2008, Fr, 19:30 Uhr<br \/>\nEine erz\u00e4hlerische Zeitreise von den 50ern bis heute <\/strong><br \/>\n<em>Im Rahmen des Projektes &#8222;Erz\u00e4hl mir was&#8220; des NRW Kultursekretariat in Verbindung mit der Akademie Remscheid <\/em><br \/>\nErz\u00e4hl mir was. Die Theatermacher, Schauspieler und Geschichtenerz\u00e4hler SusanneTiggemann, Martin Ellrodt, Marco Holmer und Thomas Hoffmeister-H\u00f6fener nehmen diesen Wunsch beim Wort. Zusammen mit \u201eUnsere Lieblinge\u201d, dem kleinsten und charmantesten Kammerorchester der Welt (Alex Haas am Kontrabass und Stefan Noelle am Minimalschlagzeug), unternehmen sie eine erz\u00e4hlerische und musikalische Zeitreise, die in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts beginnt und im Heute endet. <em>Durch den Abend f\u00fchrte Marco Holmer.<\/em><\/p>\n<p><strong>22.04.2008, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nMichael K\u00f6hlmeier<br \/>\nAbendland. Roman. (Hanser Verlag)<\/strong><br \/>\n<em> In Rahmen von scene: \u00f6sterreich in nrw 2008 <\/em><br \/>\nMichael K\u00f6hlmeier ist ein Virtuose in vielen Sparten \u2013 ob mit seinen Romanen, Erz\u00e4hlungen, H\u00f6rspielen, Drehb\u00fcchern und Liedern oder mit seinen freien Nacherz\u00e4hlungen griechischer Mythen und biblischer Stoffe. Seit Jahren pr\u00e4gt er, vom Publikum geliebt und gefeiert, die Kulturlandschaft \u00d6sterreichs. In seinem im vergangenen Jahr f\u00fcr den Deutschen Buchpreis nominierten Roman \u201eAbendland\u201d er\u00f6ffnet der in Vorarlberg und Wien lebende Autor einen faszinierenden Panoramablick auf das 20. Jahrhundert. Im Spannungsfeld zweier Generationen vermischen sich Weltereignis und pers\u00f6nliche Erfahrung.<br \/>\n<em>\u201e\u201aAbendland\u2019 ist ein Roman, wie er selten geschrieben wird, tollk\u00fchn, inspirierend und fesselnd.\u201d (Die Zeit)<\/em><br \/>\n<em> Moderation: Lothar Schr\u00f6der (RP, Kulturressort) <\/em><\/p>\n<p><strong>17.04.2008, Do, 19:30 Uhr<br \/>\nDenis Scheck \/ Hubert Winkels<br \/>\nJonathan Littell. Die Wohlgesinnten. Roman. (Berlin Verlag) <\/strong><br \/>\n<em>Buchvorstellung und Diskussion <\/em><br \/>\nKein anderer Roman hat in diesem Fr\u00fchjahr die Feuilletons so besch\u00e4ftigt wie Jonathan Littells \u201eDie Wohlgesinnten.\u201d Dieses \u201eunglaubliche Buch\u201d (Jorge Sempr\u00fan) wurde gefeiert als Meisterwerk des Jahrhunderts und verrissen als unertr\u00e4glicher Kitsch. Was die Gem\u00fcter so erhitzt: Littells Buch, f\u00fcr das er den Prix Goncourt erhielt, ist der kaltschn\u00e4uzige Lebensbericht eines hohen SS-Offiziers, der ein detailliertes Bild des Zweiten Weltkriegs und der Judenvernichtung zeichnet. Hubert Winkels (Deutschlandradio) und Denis Scheck (WDR, ARD), zwei f\u00fchrende Literaturkritiker, versuchen eine Ann\u00e4herung an das 1400-seitige Erstlingswerk des Sohnes von Bestsellerautor Robert Littell.<\/p>\n<p><strong>13.04.2008, So, 11:00 Uhr Matinee<br \/>\n\u201eAuf Fl\u00fcgeln des Gesanges&#8230;\u201d \u2013 Due Soprani. Und ein Klavier.<br \/>\nPozimowski \/ Droste-Zobel \/ Bouza <\/strong><br \/>\nHeinrich Heines Lieder haben seit jeher unz\u00e4hlige Komponisten befl\u00fcgelt \u2013 und die Faszination dauert ungebrochen an. Das Programm von Cordula C. Pozimowski und Lilo Droste-Zobel bietet Heine-Vertonungen von Mendelssohn-Bartholdy \u00fcber Schumann bis Liszt.\u2028Auch barocke Komponisten wie Gluck und Pergolesi sowie Lieder und Arien von Mozart geh\u00f6ren zum musikalischen Spektrum dieser Sonntagsmatinee. Begleitet werden die beiden S\u00e4ngerinnen von der Pianistin Marina-Maria Bouza.<br \/>\n<strong><br \/>\n03.04.2008, Do, 18:00 Uhr<br \/>\nFototagebuch <\/strong><br \/>\n<em>Veranstaltung zur Ausstellung des Fachbereichs Design der Fachhochschule D\u00fcsseldorf <\/em><br \/>\nWer bin ich? Befragt man dazu das Tagebuch, blickt man in ein schillerndes Prisma m\u00f6glicher Antworten. Die Studenten von Olga Kaloussi der Fachhochschule D\u00fcsseldorf haben sich auf die Suche nach ihrer Geschichte gemacht und stellen nun ihre aus Foto, Zeichnung und Text erstellten Ich-Montagen vor. Die k\u00fcnstlerischen Unikate werden bis zum 12.04.08 im Heine Haus zu sehen sein.<br \/>\n<em><br \/>\n<\/em><strong>01.04.2008, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nEdmund Spenser \/ Alexander Nitzberg<br \/>\nDie Lilienhand. Alle Sonette. (Verlag Jung und Jung)<\/strong><em><br \/>\nIn der Reihe Literatur der Nachbarn <\/em><br \/>\nAlexander Nitzberg rezitiert Edmund Spenser (1552-1599). Kein Geringerer als Shakespeare z\u00e4hlte zu den gro\u00dfen Bewunderern dieses englischen Renaissancedichters. Spenser verzauberte Generationen von Literaten und Musikern, und bis heute ist der Klangmagier als \u201aDie silberne Trompete\u2019 bekannt. Der Lyriker Alexander Nitzberg hat die Sonette des musikalischen Feingeists \u00fcbertragen. In dem zweisprachigen Band \u201eDie Lilienhand\u201c sind die filigranen Kunstwerke nun erstmals komplett in deutscher Sprache versammelt. Begleitet wird Alexander Nitzberg von dem Lautespieler S\u00f6ren Leupold.<\/p>\n<p><strong> 28.03.2008, Fr, 19:30 Uhr<br \/>\nKatja Lange-M\u00fcller<br \/>\nB\u00f6se Schafe\u2028. Verlag Kiepenheuer &amp; Witsch<\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Neue deutsche Literatur <\/em><br \/>\nKatja Lange-M\u00fcller entf\u00fchrt im Heine Haus nach West-Berlin, Vorwendezeit. Die Ich-Erz\u00e4hlerin Sonja trifft Harry, Ex-Str\u00e4fling und die sp\u00e4te gro\u00dfe Liebe ihres Lebens. Mit wunderbarer Konzentration aufs Private erschafft die selbst in Berlin lebende Autorin ein eindringliches Portrait einer vielschichtigen Liebe im Kontext einer wie im Nebenbei skizzierten deutsch-deutschen Vergangenheit.<br \/>\n<em> Eine \u201eLiebeserkl\u00e4rung an die Kraft und die Magie des Wortes\u201c (NZZ)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Helge Malchow (Verlagsleiter Kiepenheuer &amp; Witsch)<\/em><\/p>\n<p><strong>11.03.2008, Di, 20:00 Uhr<br \/>\nKarl-Otto Saur, Michael Saur<br \/>\nEr stand in Hitlers Testament.\u2028 Econ Verlag<br \/>\nLesung und Diskussion im Rahmen der Woche der Br\u00fcderlichkeit. <\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Zeitzeugen <\/em><br \/>\n\u201eEr stand in Hitlers Testament\u201c \u2013 dieser brisante Titel bezieht sich auf Karl-Otto Saur Senior, der unter Hitlers Regiment das Hauptamt f\u00fcr Technik im R\u00fcstungsministerium leitete. Sein Sohn und sein Enkel, beide Journalisten und im Literaturbetrieb t\u00e4tig, lesen aus ihrem Buch \u00fcber ihren Umgang mit diesem Familienerbe \u2013 ein bewegendes Zeitzeugnis des Wandels einer Industriellen- zu einer Intellektuellenfamilie und ein vielschichtiges Buch \u00fcber die Fragestellungen dreier Generationen.<br \/>\n<em>Das Gru\u00dfwort spricht der Regierungspr\u00e4sident J\u00fcrgen B\u00fcssow. <\/em><\/p>\n<p><strong>06.03.2008, DO, 19:30 Uhr<br \/>\nMichael Lentz<br \/>\nPazifik Exil\u2028. Fischer Verlag<\/strong><br \/>\n<em> In der Reihe Neue deutsche Literatur<\/em><br \/>\nMit \u201ePazifik Exil\u201c hebt Michael Lentz im Heine Haus einen kostbaren Schatz: die Kunst des Erinnerns als ein Weg, uns \u00fcber uns selbst zu verst\u00e4ndigen. Protagonisten dieser fiktionalen Erinnerung sind wohlbekannte Intellektuelle und K\u00fcnstler: von den Mann-Br\u00fcdern \u00fcber Feuchtwanger bis zu Brecht und Sch\u00f6nberg sp\u00fcrt der mehrfach ausgezeichnete Autor die Leben der exilierten Intellektuellen des Nationalsozialismus auf.<br \/>\n\u201eEine m\u00e4chtige Stimme der deutschen Literatur.\u201d (Frankfurter Allgemeine Zeitung)<br \/>\nModeration und Gespr\u00e4ch: Felicitas von Lovenberg (FAZ)<\/p>\n<p><strong><br \/>\n03.03.2008, Mo, 19:30 Uhr<br \/>\nConnie Palmen<br \/>\nLuzifer\u2028. Diogenes Verlag<\/strong><br \/>\n<em> In der Reihe Literatur der Nachbarn<\/em><br \/>\nDie f\u00fcr den Euregio-Sch\u00fcler-Literaturpreis 2008 nominierte Niederl\u00e4nderin bringt zu ihrer Lesung im Heine Haus eine teuflische Geschichte mit: \u201eLuzifer\u201c hei\u00dft Connie Palmens neuer Roman, in dem Fakten und Fiktion in einer d\u00e4monischen Mischung dem geheimnisvollen Tod der Frau des Komponisten Lucas Loos nachsp\u00fcren. Thriller und K\u00fcnstlerroman zugleich, nimmt \u201eLuzifer\u201c eine wahre Begebenheit zum Anlass einer subtil erz\u00e4hlten Geschichte \u00fcber das Wesen der Kunst, der Musik und der Literatur<br \/>\n<em>Moderation und Gespr\u00e4ch: Christoph Buchwald (Cossee Verlag, Amsterdam) <\/em><\/p>\n<p><strong> 20.02.2008, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nThomas Huber und Barbara K\u00f6hler<br \/>\nLaudatio<\/strong><br \/>\n<em> In der Reihe Kunst trifft Literatur <\/em><br \/>\nAls Barbara K\u00f6hler im vergangenen Jahr den Spycher-Literaturpreis erhielt, bat sie, entgegen den Gepflogenheiten des Betriebs, den Maler Thomas Huber um die Laudatio. Statt eine Rede zu halten, stellte ihr der Maler einen Bildraum zur Verf\u00fcgung. So begann ein ungew\u00f6hnliches Zusammenwirken, ein Wechselwirken von Bild und Wort, Wort und Bild, ein Dialog unterschiedlicher Sprachen. Die Ergebnisse werden im Heine Haus erstmals vollst\u00e4ndig zu sehen sein: 17 Aquarelle von Thomas Huber und das Bild \u201eLaudatio\u201c. Barbara K\u00f6hler wird an diesem Abend Texte lesen, die in diesem Prozess entstanden und ihre Antrittsrede in Leuk waren.<\/p>\n<p><strong> 13.02.2008, Mi, 19:30 Uhr<br \/>\nJ\u00f6rg Schr\u00f6der: Schr\u00f6der erz\u00e4hlt<br \/>\nLesung und Gespr\u00e4ch im Rahmen der Ausstellung Der M\u00e4rz-Raum <\/strong><br \/>\n<em>In der Reihe Zeitzeugen<\/em><br \/>\nJ\u00f6rg Schr\u00f6der ist nicht nur ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Verleger und Buchgestalter \u2013 seit den neunziger Jahren bereichert er die zeitgen\u00f6ssische Mentalit\u00e4tsgeschichte mit seinen unvergleichlichen, autobiographisch gef\u00e4rbten Erz\u00e4hlungen, die unter der Rubrik \u201eSchr\u00f6der erz\u00e4hlt\u201c regelm\u00e4\u00dfig in bibliophiler Ausstattung ediert werden.\u2028Im Heine Haus stellt der ehemalige Buchh\u00e4ndler und sp\u00e4tere Verleger und Schriftsteller im Rahmen von POP am Rhein zusammen mit seiner Frau Barbara Kalender unter Beweis, dass er nicht nur gute B\u00fccher machen und schreiben kann, sondern auch ein ebenso fesselnder Erz\u00e4hler ist.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n08.02.2008, Fr, 19:30 Uhr <\/strong><strong><br \/>\n\u201eAus meinen gro\u00dfen Schmerzen mach ich die kleinen Lieder&#8230;\u201c<br \/>\nEin musikalischer Gespr\u00e4chsabend zum<br \/>\n198. Geburtstag des D\u00fcsseldorfer Komponisten Norbert Burgm\u00fcller.<br \/>\nMit Manfred Trojahn und Klaus Martin Kopitz <\/strong><br \/>\nKaum ein Dichter wurde so h\u00e4ufig vertont wie Heinrich Heine. Auch sein Zeitgenosse, der Komponist Norbert Burgm\u00fcller (1810-1836) arbeitete sich musikalisch an Heines Texten ab. Von seinen K\u00fcnstlerkollegen hoch gesch\u00e4tzt, glich Burgm\u00fcllers bewegtes Leben einer Achterbahnfahrt, die in einer Badewanne allzu fr\u00fch endete. \u201eIch war auf Menschen nicht vorbereitet, ich glaubte nur an Musik\u201c schrieb er einst.\u2028Burgm\u00fcllers Biograph Klaus Martin Kopitz und der D\u00fcsseldorfer Kompositionsprofessor Manfred Trojahn befragen im Heine Haus den romantischen K\u00fcnstlermythos und das Leben als Komponist in D\u00fcsseldorf, einst und jetzt.Es erklingen Heine-Vertonungen von Burgm\u00fcller und Trojahn.<br \/>\n<em>Moderation: Regine M\u00fcller <\/em><\/p>\n<p><strong><br \/>\n22.01.2008, Di, 19:30 Uhr<br \/>\nDer M\u00e4rz-Raum<br \/>\nAusstellungser\u00f6ffnung <\/strong><br \/>\nJ\u00f6rg Schr\u00f6der, legend\u00e4rer Gr\u00fcnder und Leiter des M\u00e4rz-Verlags.\u2028\u2028Mit dem \u201eM\u00e4rz-Raum\u201c wird der im Rheinland wurzelnden Geschichte des Verlags Rechnung getragen. Der in den 60er Jahren in D\u00fcsseldorf lebende J\u00f6rg Schr\u00f6der modernisierte erst den damaligen Melzer Verlag radikal und schuf so einen Ort f\u00fcr neue kulturelle, literarische und politische Str\u00f6mungen. Als er sich 1969 vom Melzer Verlag trennte, setzte er seine Linie im M\u00e4rz Verlag konsequent fort \u2013 und schuf das ambitionierte M\u00e4rz-Programm, bei dem er sich f\u00fcr Design und Typographie ebenso verantwortlich zeigt wie f\u00fcr das ber\u00fchmte M\u00e4rz-Gelb der Buchumschl\u00e4ge.\u2028Die Ausstellung pr\u00e4sentiert seltene Erstausgaben, Dokumente, Filmausschnitte und Fotos aus der bewegten Vorgeschichte von J\u00f6rg \u201eM\u00e4rz\u201c Schr\u00f6der.\u2028 Dauer der Ausstellung: 23.1.\u201316.2.2008<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10.12.2008, Mi, 19:30 Uhr Martin Baltscheit \/ Gisbert Haefs. Das Dschungelbuch. (Boj\u00e9 Verlag) In der Reihe N\u00e4he und Ferne N\u00e4he und Ferne \u2013 die Grenze dazwischen verl\u00e4uft perspektivisch, will man eins vom anderen trennen, steht man pl\u00f6tzlich im undurchdringlichen Dickicht der Frage nach dem eigenen Standpunkt. Das wusste Heine und das wusste auch Rudyard Kipling, der den exotischen Aspekt des Spiels zwischen nah und fern in das weltbekannte Dickicht des Dschungelbuchs und die Existenz zwischen Zivilisation und Natur \u00fcberf\u00fchrte \u2013 nicht ohne Grund zitiert er in seiner \u00e4ltesten Mowgli-Geschichte \u201eIn the Rukh\u201c Heinrich Heine. 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