Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Ute Wegmann. Alles soll sehr weiß sein.

17.07.2026, Fr., 19:30 Uhr
Ute Wegmann. Alles soll sehr weiß sein.
(Maro Verlag)
Lesung und Gespräch in der Reihe Neue deutsche Literatur.

»»

Hertha, Ellen, Dora – Großmutter, Mutter und Tochter, drei berufstätige Frauen in ihrem Alltag zwischen 1930 und 1990: Hertha bringt ihre 1935 geborene Tochter Ellen durch den Zweiten Weltkrieg, während sie in der Wäscherei eines Klosters arbeitet, das nach dem „Klostersturm“ durch die SS zum Lazarett wird. Ellen baut, als sechzehnjährige, während der Wirtschaftswunderjahre die Firma der Eltern mit auf und Ellens Tochter Dora stellt Fragen zur Vergangenheit. Während Doras Jugend von den Studentenbewegungen und der RAF-Zeit, von der Forderung, die nationalsozialistischen Verbrechen aufzuklären geprägt ist, wird zu Hause geschwiegen. Die Autorin überzeugt uns in ihrem Roman mit einer Alltagsgeschichte die vielen vertraut vorkommen muss oder zumindest nahe erscheinen wird. Ute Wegmann fügt mit ihrer Erzählung dem Mosaik der Familiengeschichten aus der NS-Zeit einen feinen, aber prägnanten Stein hinzu. Ihr gelingt es Familiäre Werte und gesellschaftliche Konventionen in drei Perspektiven darzulegen und Auseinandersetzungen im Spiegel der Geschichte zu zeigen, ohne zu werten.
»Alles soll sehr weiß sein« bietet einen attraktiven Blick in die deutsche Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. Der Roman ist behutsam im Zugriff, facettenreich in der Ausgestaltung und fair in der Abwägung. (Martin Oehlen, Bücheratlas)

Ute Wegmann, 1959 in Düsseldorf geboren, studierte Germanistik und Romanistik in Köln, arbeitete von 1994 bis 2025 als Redakteurin und Moderatorin für den Deutschlandfunk und engagiert sich als Kulturvermittlerin.

Moderation: Sabine Kuechler (DLF)

Eintritt: EUR 12,-/8,- (Erm.)
Reservierung unter: info@heinehaus.de. Tel.: 0211 200 54 294
VVK: Müller & Böhm Literaturhandlung (nur bar).